Indicator - Bezüge der Texte

Wenn ich mal kurz dieses Interview in die interessante Diskussion einschieben dürfte:
http://www.electrozine.net/interview/deine-lakaien-2010.html

darin wird nämlich (ab der zweiten Hälfte) auch auf die Texte von u.a. "Without your words" und "Six o´clock" ein wenig eingegangen, was für etwas mehr Klarheit sorgen könnte, z.Bsp. wie Herr V. auf die Uhrzeit gekommen ist.

P.S.: Ich find das "Männerstück" "Six o´clock" aber viel besser als das "Mädchenlied" "Blue Heart" :-?
 
Aha! Vielen Dank für den Hinweis! A.V. sagt da:
Es geht um den Sklaven, der seinen Herren, der ihn ausbeutet, anklagt. Aber natürlich kann ein Lord auch ein ranghoher Kirchenvertreter oder ein Firmenboss sein, der in der Dritten Welt Kinder arbeiten lässt.
Damit liege ich also nicht ganz falsch, die Lady aber auch nicht (Kirchenvertreter!)

Übrigens würde ich gegenwärtig sowohl "Six o'clock" als auch "Blue Heart" zu meinen Lieblingsstücken von "Indicator" zählen, insbesondere auch von der musikalischen Seite her - Gegenpole, die ein faszinierendes Duo bilden.
 
Patrick_Borer schrieb:
Übrigens würde ich gegenwärtig sowohl "Six o'clock" als auch "Blue Heart" zu meinen Lieblingsstücken von "Indicator" zählen, insbesondere auch von der musikalischen Seite her - Gegenpole, die ein faszinierendes Duo bilden.

Mir gefallen diese beiden Stücke auch sehr, eben wie du sagst wegen ihrer Gegenseitigkeit.
 
Noch einmal kurz zu "One Night" - es ist mir zu manipulativ. Ich finde es nicht austauschbar, wie gesagt wurde, ganz und gar nicht und es ist auch wirklich gut, aber in der Album Version wirkt es auf mich sehr "routiniert". Erinnert ihr euch an das Video-Interview zu (ich glaube) White Lies? Dort wehren sich die Herren Veljanov und Horn gegen den Vorwurf der Routine, auch weil es zynisch sei, etwas zu machen, nur weil man weiß, es gut zu können und weil man die entsprechenden Reaktionen berechnen könne. So in der Art empfinde ich "One Night", allerdings nur in der Album Version. Die acoustic version gefällt mir hingegen sehr.
"Blue Heart" ist mein Lieblingslied. Klischee olé, ich weiß. An irgendeinem Punkt bricht die Romantikerin in mir durch und meine intellektuellen Fähigkeiten schalten sich mal kurz ab. Immerhin ist das Musikarrangement ungewöhnlich mit dem hohen Geigenintro und der langen Strophenkonstruktion, aber die Wahrheit ist, ich mag es, weil es so romantisch ist. Ich sehe schwarz für meine Contenance wenn ich es live erlebe.
Mein anderes Lieblingslied ist "Go away bad dreams" - auch hier weil ich die ungewöhnliche Melodik des Songs mag - und weil ich es durch die Thematik und Position auf dem Album als eine mögliche Antwort auf "6 o'clock" empfinde.
"In the haze of the rising day" hier und "six o'clock" (a.m.) dort
"when love and care brought only death" hier und "not our love, lord" dort
"drive away the feeling of guilt" und "drive away the blood that's been spilt" hier und das generelle Elend auf der anderen Seite.
Was wäre, wenn der Lord aus 6 o'clock doch ein Gewissen hätte?

Liebe Grüße
Ash
 
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