Es war absolut genial!!!
... obwohl das Festival an sich unter ganz miesen Bedingungen stattfand: zumeist kalt und windig, dazu Wetterschwankungen mit regelmässigen Regenschauern, die das Gelände langsam aber sicher in eine einzige Schlammwüste verwandelten...
So waren die meisten Leute gegen 1.45 Uhr, als Alexander als "Late Night Special" spielen sollte, dann auch entsprechend schlecht gelaunt... müde, durchgefroren und mehr oder weniger durchgeweicht. Trotzdem haben noch erstaunlich viel Leute ausgehalten, um Veljanov zu sehen. (Unter uns: dafür musste man echt schon ziemlich Hardcore drauf sein! 🙂 ). Dafür hatte Alexander die Sympathien des Publikums dann auch sofort auf seiner Seite. (Fertig wie die Leute waren, machte sich das dann eher in Kreischen als in Tanzen etc. bemerkbar). Herr Veljanov war seinerseits sehr gut gelaunt gab sich redlich Mühe, mit Engagement und Witz gegen die miesen äusseren Bedingungen anzugehen. Nach dem dritten Lied, als er das Publikum (psychisch) aufgetaut hatte, meinte er ganz fröhlich: "Hey, es wird warm, ihr könnt euch ausziehen!" Dafür gab's vom Publikum dann Gelächter und den Zwischenruf, "Fang du an!". Hat er dann auch gemacht ... den Mantel ... aufgeknöpft ... Vor "Lay Down" forderte er seine Zuhörer dann auf: "Da wir uns jetzt alle so lieb gewonnen haben, bitte ich euch, euch hinzulegen ... neben mich ...". Und als er bei "Always On My Mind" dann noch einen Handkuss ins Publikum warf, konnte er damit selbst bei hartgesottenen Gruftis voll- hysterische- Teenager- Kreischanfälle auslösen 🙂 . Nun, dass die Musik genial war, muss ich sicher nicht weiter beschreiben. Beeindruckt hat mich mal wieder Alexanders Charisma und der Charm, der - wenn er es noch darauf anlegt, ihn gezielt einzusetzen - einfach umwerfend ist. So lieferte er auch diesen Abend eine perfekte Show ab. Mal mit energischen Gesten, dann wieder wie in Trance am Bühnenrand kniend, mal düster, mal grinsend (und trotzdem nie wie ein Schauspieler wirkend) schaffte Alexander es, das Publikum vollkommen in seinen Bann zu ziehen. Die vollkommene Dunkelheit und die faszinierende Lichtshow trugen ihrerseits zu der phantatischen Atmosphäre bei. Kein Wunder also, dass das Publikum Veljanov gar nicht mehr von der Bühne lassen wollte und nach immer neuen Zugaben verlangte. Doch leider ging auch dieses Konzert so gegen 3.15 Uhr zu Ende. Ein Abend, den ich so schnell wohl nicht vergessen werde.
Lailah