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Anonymous
Guest
Also, dieser Bericht stammt aus der Ulmer Südwestpresse und handelt vom Ulmer Konzert im Roxy. Verfasser des Artikels ist Pierre La Qua. Ich spare mir jeden Kommentar dazu, lest selbst!!!
Pop / "Deine Lakaien" im Roxy
Düstere Romantik
Der "Fürst der Finsternis" hielt im Roxy Hof: 600 Fans der Gruftie-Szenen erlebten ein Konzert mit Alexander Veljanov und seiner der kultigen Band "Deine Lakaien"
Wenn andere Bands live ihre Hits präsentieren, johlen die Fans schon beim ersten Ton. In der Gruftie-Szene werden die bekannten Songs einfach nur mit Wohlwollen entgegengenommen. Und auch bei der Kleiderordnung herrscht strikte übereinstimmung: Wer nicht in schwarz kommt, gehört nicht dazu. Weiße Rüschenhemden - aus dem mystischen Mittelalter modisch importiert - sind gerade noch erlaubt.
Der "Fürst der Finsternis", wie er in den früheren "Lakaien"-Tagen gern tituliert wurde, gibt das modische Outfit vor: aufgeplustertes Haarnest, bleich geschminkt mit dunklen Augenrändern, schwarzer Gehrock und ein Gehabe wie aus einem schlechten B-Movie-Grusler. Salbungsvolle Gesten begleiten das gespielte Desinteresse, mit dem Sänger Alexander Veljanov hölzern über die Bühne stapft. Aus dem kalten Blau des Bühnenlichts ertönt seine tiefe Stimme. Düster romantische Gesänge, ohne die befürchteten Höllenqualen. Roboterhaft nagen sich dazu elektronische Rhythmen durch die von Keyboarder Ingo Horn ebenso düster inszenierten Geräuschkulissen. Zwei Geigerinnen, ein futuristisches Cello sowie Ingo Horn am Piano sorgen für die klassischen Elemente. Die Rolle des Gitarristen, der mal experimentell, mal rockig agiert, bleibt diffus. Wie so manches andere.
Originelle Ideen bot diese Musik im Roxy nicht. Zu hören gab es vorwiegend Material der neuen CD "White Lies". Noch bombastischer sind hier die Arrangements angelegt, noch poetischer und mit noch mehr Pop-Attitüde versehen. Da klingen Depeche Mode-typische Harmonien durch, das breit rockende Pathos der alten Sisters Of Mercy und keltische Folk-Elemente. Oder die populären Ursprünge deutscher Gruft-Elektronik, zu der "Deine Lakaien" vor rund 17 Jahren ihren Beitrag geleistet hatten.
Von dieser Zeit, vom Kult der vergangenen Tage, leben Ingo Horn und Alexander Veljanov noch heute zu einem guten Teil. Besser als das neue Material mit seinen aufgeblähten Refrains und seiner schwülstig-barocken Ergriffenheit klingt es jedoch allemal.
Pop / "Deine Lakaien" im Roxy
Düstere Romantik
Der "Fürst der Finsternis" hielt im Roxy Hof: 600 Fans der Gruftie-Szenen erlebten ein Konzert mit Alexander Veljanov und seiner der kultigen Band "Deine Lakaien"
Wenn andere Bands live ihre Hits präsentieren, johlen die Fans schon beim ersten Ton. In der Gruftie-Szene werden die bekannten Songs einfach nur mit Wohlwollen entgegengenommen. Und auch bei der Kleiderordnung herrscht strikte übereinstimmung: Wer nicht in schwarz kommt, gehört nicht dazu. Weiße Rüschenhemden - aus dem mystischen Mittelalter modisch importiert - sind gerade noch erlaubt.
Der "Fürst der Finsternis", wie er in den früheren "Lakaien"-Tagen gern tituliert wurde, gibt das modische Outfit vor: aufgeplustertes Haarnest, bleich geschminkt mit dunklen Augenrändern, schwarzer Gehrock und ein Gehabe wie aus einem schlechten B-Movie-Grusler. Salbungsvolle Gesten begleiten das gespielte Desinteresse, mit dem Sänger Alexander Veljanov hölzern über die Bühne stapft. Aus dem kalten Blau des Bühnenlichts ertönt seine tiefe Stimme. Düster romantische Gesänge, ohne die befürchteten Höllenqualen. Roboterhaft nagen sich dazu elektronische Rhythmen durch die von Keyboarder Ingo Horn ebenso düster inszenierten Geräuschkulissen. Zwei Geigerinnen, ein futuristisches Cello sowie Ingo Horn am Piano sorgen für die klassischen Elemente. Die Rolle des Gitarristen, der mal experimentell, mal rockig agiert, bleibt diffus. Wie so manches andere.
Originelle Ideen bot diese Musik im Roxy nicht. Zu hören gab es vorwiegend Material der neuen CD "White Lies". Noch bombastischer sind hier die Arrangements angelegt, noch poetischer und mit noch mehr Pop-Attitüde versehen. Da klingen Depeche Mode-typische Harmonien durch, das breit rockende Pathos der alten Sisters Of Mercy und keltische Folk-Elemente. Oder die populären Ursprünge deutscher Gruft-Elektronik, zu der "Deine Lakaien" vor rund 17 Jahren ihren Beitrag geleistet hatten.
Von dieser Zeit, vom Kult der vergangenen Tage, leben Ingo Horn und Alexander Veljanov noch heute zu einem guten Teil. Besser als das neue Material mit seinen aufgeblähten Refrains und seiner schwülstig-barocken Ergriffenheit klingt es jedoch allemal.