Re: Konzerttermine
Ein paar Eindrücke vom Chemnitzer Konzert im Rahmen des Dark Stom-Festivals...
Nach der knappen Begrüßung „Wir sind Deine Lakaien“, ging es sofort los mit dem ersten Lied: Where you are. Gespielt wurde eine Kurzversion der 2012er Acoustic-Konzerte. Alexander Veljanov schien gut aufgelegt zu sein und gesprächig, Ernst Horn wie stets konzentriert. Leider konnte ich von meinem Standpunkt aus dem selbsternannten „Tastendrücker“ nicht beim Spielen zusehen. In meiner Wahrnehmung war es ein sehr energetisches Konzert voller Spielfreude und Leidenschaft. Herr Horn präsentierte bei einigen Liedern neue, interessante Variationen auf dem Flügel und auch Herr Veljanov schien über Weihnachten einige Gesangsübungen vollzogen (oder die Stimme mächtig geölt oder einfach nur ausgeruht...) zu haben und war sehr gut in Form, ja glänze förmlich - nur nicht mit den Texten, von denen er ein paar vergaß. Am Anfang gab es einige Soundprobleme, die aber mehr oder weniger schnell behoben werden konnten durch des Sängers kreative Zeichensprache, die der Soundtechniker nicht so recht verstehen wollte. Also musste der werte Herr deutliche Worte sprechen, danach ging es dann aber wesentlich besser weiter - also fantastisch. Noch stark in weihnachtlicher Stimmung schien Herr Veljanov zu sein, der hoffte alle seinen reich beschenkt worden und in einem instrumentalen Part von The Mirror Man anfing „O Tannebaum, o Tannebaum“ zu singen, was die aggressive, bedrohliche Stimmung weiter intensivierte, die passend zum Lied in Richtung unberechenbarer Horrorfilm zu kippen drohte. Nun ja, vielleicht war es auch ganz lustig. Nach diesem furiosen Liedchen, eins derer denen Herr Horn eine neue Variation hinzugefügt hatte, lies sich der sichtlich geschaffte Pianist feiern. Danach ging es etwas ruhiger, aber immer noch sehr rhythmisch weiter mit Return und Gone um dann mit einem „Lied für den Winter“ zu neuen Höchstformen aufzulaufen: Fighting the Green. Insgesamt fühlte sich das Programm sehr stimmig an und entwickelte einen sphärischen Sog dem man sich nicht entziehen konnte, nur leider war es viel zu schnell vorbei. In jedem Fall übertrafen beide Musiker meine Erwartungen auf ein Neues.
Setlist
Where You Are
Who'll Save Your World
The Game
Over And Done
The Mirror Man
Return
Gone
Fighting The Green
Dark Star
Love Me To The End