Lakaien in Leipzig

Olaf

I am a Darkstar
So, dann will ich mal aus Leipzig berichten, offensichtlich sind alle noch nach Erfurt gefahren.... .

Nachdem ich ja, berufbedingt, schonmal um 14 Uhr am Werk II vorbei musste, stellte ich erfreut fest, das Tuorbus und ein wenig Technik gut in Leipzig gelandet waren.
Am Abend selber waren wir gegen 20 Uhr im Werk II. Meine Begleiterinnen kannten die Lakaien nur von der Orchestertour und vom Konzert in Dresden im Januar. Man war also gespannt auf die Lakaien in Bandbesetzung.
Etwas ernüchtern stellten wir fest, dass um diese Zeit nur wenige Menschen den Weg in die Halle gefunden hatten. Nun ja, es gab ja viel zu erzählen und die Zeit ging rum, bis zur "Einheizerin".
Zur jungen Dame aus Riga muss man ja nun nicht mehr viel schreiben. Sicher war es nett zu hören, aber leider auch beliebig austauschbar.

Aber wir waren ja wegen den Lakaien da. Kurz nach 21 Uhr, nach angenehmer kurzen Pause, kamen unser Künstler auf die Bühne.
Die Setliste ist ja bekannt, in der veränderten Fassung, kamen alle Titel wie schon beschrieben.
Natürlich gab es beim ersten Lied schon ein paar Tonprobleme zu hören. Das klang schon ein wneig verschwommen, hatten die Techniker aber relativ gut und schnell im Griff. Alle waren sofort gefesselt von der Musik und nicht zuletzt natürlich von Alexander mit seiner Stimme. Ich fand die Titelauswahl sehr gelungen, wenngleich Alexander irgendwie "Where your are" nicht mehr gerne zu singen scheint. Das "peitschte" er doch schon ziemlich durch. Zum Teil gab es das Gewohnte für die Ohren, zum Teil ein paar schöne neue Einfälle in den Liedern.
Besonders "Six O Clock" war wirklich überragend umgestaltet, das hätte man sich so auf der CD gewünscht.
Etwas enttäuscht war ich über "Europe", das klnigt irgendwie druckvoller in meinen Boxen. Das zündete nicht so, wie ich mir es gewünscht hätte.
Ansonsten natürlich "Return", als mein Lieblingswerk, herrlich.
Auch "Color Ize" war sehr gelungen, mit geschlossenen Augen.
Wir fanden, ein sehr gut gelauntes Publikum, eine sehr gelungenen Lichtshow und super unsere Musiker, und damit meine ich alle Fünf, die auf der Bühne standen.
Für uns alle ein sehr schöner Abend, hoffentlich ist im Februar nochmal Dresden dabei.

Und dann habe ich noch einen sehr schönen Konzertbericht gefunden, siehe hier.

http://www.l-iz.de/Kultur/Musik/2010/10 ... ubern.html

Danke für eine wunderschöne Musik und einen schönen Abend.
 
Leipzig war das erste (und geplant einzige) Konzert der Tour für mich.
Da ich in letzter Zeit sehr viel anders geartete Musik gehört hatte, war ich sehr gespannt, wie es sich anfühlen würde, einer "alten Liebe" nach Jahren wieder live zu begegnen.
Was soll ich sagen - es war alles noch (oder wieder) da. Die ganze Faszination und Begeisterung. Staunen und Gänsehaut. Freude an einer gut gelaunten Band, die es immer wieder schafft, ihre Zuhörer in ihren Bann zu ziehen, die sich ihre Eigenart bewahrt hat, ohne sich auf Bewährtem auszuruhen.
Zu Einzelheiten der verschiedenen Konzerte ist hier schon so viel geschrieben worden, da braucht es nicht noch eine begeisterte Wiederholung. Nur soviel: Ich fand die Auswahl der Songs sehr gelungen, so gut, dass ich nicht einmal meinen persönlichen Lieblingssong vermisst habe, was ich vorher nicht für möglich gehalten hätte.

Schon bei der letzten Zugabe war mir klar - ein Konzert dieser Art reicht mir nicht. So bin ich gestern noch kurz entschlossen nach Erfurt gefahren. Wenn ich könnte, hätte ich wohl auch noch Berlin heute in Erwägung gezogen, aber das kann ich leider mit meiner Arbeit nicht vereinbaren.

Vielen, vielen Dank, Deine Lakaien, für zwei großartige Konzerte! Vielen Dank für die Jahre, in denen eure Musik mich nun schon begleitet, und danke dafür, dass ihr mich immer wieder begeistern und überraschen könnt!


Theris

PS: Wer noch ein paar Fotos sehen will, kann das auf myspace tun:
http://viewmorepics.myspace.com/index.c ... ID=1585131 (Leipzig)
http://viewmorepics.myspace.com/index.c ... ID=1585393 (Erfurt)
 
Hallo, auch von mir ein (leicht verspäteter - eher persönlicher) Bericht zum Konzert.


Deine Lakaien in Leipzig - oder meine persönliche Odyssee für die Lakaien.

Am 15.10.2010 sollte es also soweit sein, nach dem zauberhaften Akustik-Konzert Anfang des Jahres,
mein zweites "Deine Lakaien"-Konzert, diesmal sogar in voller Live-Besetzung.

Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind, und freute mich mit meiner besten Freundin danach im Darkflower noch ordentlich Party machen zu können.

Aber 1.: Es kommt immer alles anders...
Und 2.: Als man denkt...

Aber ich fang am besten von vorn an:

Als Ich las, dass die Lakaien im Oktober nach Leipzig kommen, war meine erste Amtshandlung laut freuen und dann meine beste Freundin anrufen, und mitteilen dass ich Ihr die Karte zum Geburtstag schenken möchte.

Dieser Vorschlag traf auf freudige Zustimmung, und so war es geplant.
Wir beide machen uns von Dresden aus auf den Weg ins alt bekannte Leipzig und machen einen schönen "Mädels-Abend".

Also der Tag immer näher rückte, und meine Vorfreude immer größer wurde, kam die unsägliche Information: Sie wurde krank, und nur noch 5 Tage bis zum Konzert. Ich drohte allen höheren Mächten mit sämtlichen fiesen Dingen, falls Sie nicht schnellstens gesund wird.

Das große Bangen, nur noch 2 Tage bis zum Konzert, und Sie meinte es ginge besser. Großes Aufatmen bei mir, und auch bei meinem Freund.
Denn er wäre der Ersatz, falls Sie nicht kann. Und leider leider, ist er kein Lakaien-Fan bzw. um ehrlich zu sein mag er Sie nicht wirklich.

(Dieser Fakt führt öfter zu lauten Diskussionen über die Musik-Untermalung zu Hause).

Ich hatte aber leider keine andere Möglichkeit, denn Ich allein in Leipzig, inkl. 5 Stunden Wartezeit bis ich heim kann, bei der Vorstellung war mir nicht wohl - und Ihm auch nicht.

Nun, dann war es Donnerstag, der 14.10. und die Nachricht dass meine Freundin zu 90% nicht mitgehen kann (Husten, Schnupfen, Kopf-Gliederschmerzen) traf mich dann entgültig wie ein Schlag - und meinen Freund auch.

Die Vorstellung wegen einer Band, die Ihn mehr nervt als glücklich macht die ganze Nacht in Leipzig zu verbringen sorgte doch für starke Unzufriedenheit. Doch ich hatte leider keine andere Wahl, niemand hatte Zeit...

Dann war er da, der 15.10.2010. Glücklicherweise habe ich an dem tag frei bekommen, und wenigstens etwas ausschlafen zu können. Denn 15 Stunden Odyssee lagen vor mir.

16:30 Uhr ging es los, mit der Straßenbahn zum Bahnhof, und dort in den völlig überfüllten Zug. Der Platz direkt neben dem Klo steigerte die Laune kein Stück, und 1:44 h lang diesen Geruch in der Nase zu haben war alles aber nicht erfreulich.

Als wir endlich ankamen, ab zu McDonalds und den Allerliebsten mit Burgern füttern, damit er still ist 🙂

Dann weiter auf den Weg zum Werk II. Die Bahn kam natürlich sonstwann, und nachdem wir auch noch die Haltestelle verpasst haben, waren wir 20:00 Uhr da.
Ich hatte schon die schlimmsten Vorstellungen wo ich stehen müsste, da wir ja 30 min nach Einlassbeginn da waren.

Aber dies bestätigte sich zum Glück nicht. Alles war noch luftig frei und ich hatte auch noch Zeit ein Tour-Shirt zu erwerben.

Nach kurzer Wartezeit, begann Vic Anselmo mit Ihrer "Show".

Nunja, sehr gute Stimme, zweifelsfrei sehr kraftvoll und wunderschön. Leider für meine Begriffe, als "Anheizer" untauglich und ich hatte das Gefühl sie singt ein sehr langes Lied mit kurzen Pausen.

Da ich persönlich kein Freund hoher Frauen-Stimmen bin, war es für mich nicht mehr als optische Unterhaltung bis es endlich los geht.

Als Sie sich, mit leiser Stimme, verabschiedete stieg dann wieder die Vorfreude.

Gegen 21 Uhr, nach kurzer Umbaupause, und den ersten Blicken auf Ernst (der seinen Apfel-Laptop aufbaute), und den Rest der Band die sich herzlich hinter der Bühne begrüßten, ging es dann los.

Besser hätte man den Start nicht wählen können, und man hat es natürlich schon lang vermutet dass "On your Stage again" der Openener wird.

Meine Laune war auf einem Höhepunkt und ich genoss Ton für Ton.

Weiter ging es mit bereits bekannter Playlist.

"Wholl save your World" schlug ein wie eine Bombe, kraftvoll, rockig und absolut Tanz-tauglich. Leider stand ich in einer Ecke, in der die Menschen nicht vor hatten sich zu bewegen und ich wollte keine bösen Blicke riskieren.

Leider musste ich eine junge Dame auf den Hosenboden-der-Tatsachen holen, da Sie meinte sich an meinen Rücken zu kleben um Fotos machen zu können.
Ein kleiner Ausfall nach hinten meinerseits, und dann war Ruhe.

So konnte ich mich schnell weiter dem Treiben auf der Bühne widmen.

Mein Freund befand sich mittlerweile an der Bar, und schlürfte an einem Pfeiler lehnend sein Bier.

Das Konzert war einfach grandios, die Stimmung der beiden "Streicher" war spitze, und die lustigen Einlagen der Beiden war schön zu beobachten.

Nur Herr Wilcocks wirkte auf mich eher befremdlich mit seinen abstrakten Tanzeinlagen.
Auch der Blick Ernst Horns auf Robert wirkte etwas belustigt.

Der Hauptakteuer, Herr Veljanov wirkte relativ gut gelaunt, wenn auch nicht so sehr, wie in anderen Berichten beschrieben.
Aber die Stimmung war gut, zumindest sah es Richtung Mitte so aus. Bei mir in der Ecke wirkte es eher wie "Hören-und-Genießen".

Ich persönlich hatte unsagbar Spaß und genoß das Konzert in vollen Zügen. Ich sang zufrieden mit, und musste feststellen, dass die meisten Besucher außer bei "Over and Done" und "Return" nicht wirklich Text-Sicher waren, und kam mir vor wie ein Alien, da ich nahezu komplett mitsingen konnte.

Nunja, "Klassiker" wie "Forest" und "Into my Arms" regten zum Träumen an, und ich war wirklich sehr froh, dass diese Titel gespielt wurden.
Auch "Through the Hall" sorgte bei mir innerlich wie äußerlich für starken Beifall.

Aber der absolute Kracher war aus meiner Sicht "Overpaid". Ich war in unübertrefflicher Party-Laune und meiner Meinung nach war es beste Song des Abends.

Leider muss ich sagen, finde ich 3 geplante Zugaben etwas viel. Ich meine 2 hätten gereicht, denn die wartezeit und dass angestrengte Klatschen sorgen leider für starke Ermüdungserscheinungen.

Das befremdlichste Erlebnis war wohl, als nach der Ansage "...es war im Jahre 1985..." und den ersten Tönen von "Colour-ize" ein Herr zu seiner Dame meinte:
"Kennst du das??" Sie: "Nöö...".
Ich war der Meinung dass der Song zu den Lakaien gehört, wie die Frisur Veljanovs. Aber anscheinend, gibt es Menschen die sich nicht dafür interessieren wie die Lakaien angefangen haben. Aber gut, es sollte mich nicht weiter stören.

Da ich die Play-List schon kannte, wusste ich, es geht dem Ende zu... und mit "On your Road again" war ein perfekter Abschluss geschaffen.

Ich klaschte mir den letzten Rest an Energie aus dem Leib, und machte mich auf die Suche nach meinem Freund. Mit leicht angenervtem Gesichtsausdruck wartete er darauf, dass er raus darf. Ich besorgte mir noch schnell ein Tourposter und eine Cola und dann gings nach draußen.

Es verschlug uns erneut ins McDonalds und danach noch kurz ins Darkflower, leider war die Atmosphäre nichts für einen leicht gestressten Freund.

Also spazieren wir gemütlich durch Leipzig, schließlich hatten wir noch 4 Stunden Zeit, bis die Mitfahrgelegenheit ankommen sollte.

Ich stellte leider fest, dass mein Knie wieder Probleme macht (habe seit 2 Wochen Ärger damit) und der Regen anfängt mein Poster zu durchweichen. Also, was tun? Ab ins McDonalds und noch eine Cola trinken.

Dort verbrachten wir tatsächlich noch den Rest der Nacht, mit Raucherpausen und Kaffee.

Dann war es 5 Uhr, und wir machten uns mit einem glücklicherweise sehr netten Fahrer auf Richung Dresden, und um 7:30 Uhr schloss ich endlich die Wohnungstür auf.

Es war eine Odysee, voller Regen, Schmerzen und warterei - aber es hat sich gelohnt.

Und zu guter letzt, habe auch mir eine Einkältung eingefangen - doch zum Glück erst nach dem Konzert. 🙂
 
Thrs1313 schrieb:
Leipzig war das erste (und geplant einzige) Konzert der Tour für mich.
Da ich in letzter Zeit sehr viel anders geartete Musik gehört hatte, war ich sehr gespannt, wie es sich anfühlen würde, einer "alten Liebe" nach Jahren wieder live zu begegnen.
Was soll ich sagen - es war alles noch (oder wieder) da. Die ganze Faszination und Begeisterung. Staunen und Gänsehaut. Freude an einer gut gelaunten Band, die es immer wieder schafft, ihre Zuhörer in ihren Bann zu ziehen, die sich ihre Eigenart bewahrt hat, ohne sich auf Bewährtem auszuruhen.
...
Vielen, vielen Dank, Deine Lakaien, für zwei großartige Konzerte! Vielen Dank für die Jahre, in denen eure Musik mich nun schon begleitet, und danke dafür, dass ihr mich immer wieder begeistern und überraschen könnt!

Theris

Was für ein schöner Bericht, Theris! Ich kann sehr gut nachfühlen, was Du da schreibst. Und ich könnt weinen, bis Februar warten zu müssen (eine der "Betroffenen" der ausgefallenen Konzerte und Alternativen wie z.B. Berlin waren bei mir arbeitstechnisch auch nicht möglich)

Liebe Grüße nach Leipzig!
Chris
 
Vielen Dank, Chris!

Sieh es einmal so herum: im Februar beneiden dann wir anderen euch, die die Konzerte noch vor sich haben... 🙂
 
"Und leider leider, ist er kein Lakaien-Fan bzw. um ehrlich zu sein mag er Sie nicht wirklich.
(Dieser Fakt führt öfter zu lauten Diskussionen über die Musik-Untermalung zu Hause)."

Ich kann Deine Situation leider sehr gut nachvollziehen. Mein Mann mag die Musik von Deine Lakaien/Veljanov nämlich überhaupt nicht 🙁 *seufz* ... schade eigentlich.
 
Jaaa, das ist sehr schade... Er ist der Black-Metal-Typ und ich hör eben am liebsten Deine Lakaien/Veljanov... er meint immer, die Musik macht ihn depressiv :-\

Kann ich nicht nachvollziehen, aber nach der Nacht in Leipzig, hat er eine Woche freie Musikwahl 🙂
 
Also mein Mann hört überwiegend Metal, Progressive Metal (Dream Theater ...) und Rock (Oasis etc.), aber auch Klassik.
Ich finde es schön, dass Dein Freund Dich trotzdem zum Konzert begleitete. 🙂 Mein Mann hat hingegen, sobald er "Konzert - Deine Lakaien" od. "Veljanov" hört, 100 000 Ausreden parat ... tja, und seine Kreativität, bei der Suche nach diesen Ausreden, ist kaum zu übertreffen.
 
Schlagt doch euren Männern vor, im Gegenzug mit zu den Metal-Konzerten zu gehen und ordentlich einen zu saufen 😀


Mein Mann hat es bisher noch nicht auf die Reihe gekriegt, auch nur eins von "seinen" Konzerten für uns zu organisieren ...
Dabei würd ich ihn tatsächlich gern zu seinem "modalen" Kram begleiten... 🙂

Er mag - was mich freut - Deine Lakaien, Veljanov und HV auch gerne (ich bin vor Jahren über ihn sogar erstmalig auf Deine Lakaien gestoßen)... Nun hat er sie quasi über mich wiederentdeckt und ist auch im Prinzip freudig zu den Konzerten mitgekommen aber die Intensität und meine Leidenschaft findet er dann etwas befremdlich... 😀





Theris... deinen Bericht fand ich auch sehr schön und irgendwie finde ich mich darin wieder auch wenn es bei mir noch nicht die vielen Jahre sind...
 
Du hast ein Glück dass Ihr den Musik-Geschmack teilt 🙂

Ich hab Glück, dass mein Freund lieber mitgeht, auch wenn er die Band überhaupt nicht mag, anstatt mich allein in Leipzig zu wissen... da ist er doch zu fürsorglich.
Aber er hat mich auch auf dem WGT zu Veljanov belgeitet, da er, wie ich schon sagte, es nicht mag wenn ich ganz alleine in der großen Stadt rumlaufe xD
Liegt wohl daran, dass ich nur 1.60 bin und er Angst hat, dass ich verloren gehe.
 
"Schlagt doch euren Männern vor, im Gegenzug mit zu den Metal-Konzerten zu gehen und ordentlich einen zu saufen"

Ich begleite meinen Mann zu den Konzerten, fast immer, auch in diesem Sommer zum Dream Theater - Konzert in New York ... naja, ich bin der Dream Theater - Musik auch nicht abgeneigt. Insofern ... 🙂

"Nun hat er sie quasi über mich wiederentdeckt und ist auch im Prinzip freudig zu den Konzerten mitgekommen aber die Intensität und meine Leidenschaft findet er dann etwas befremdlich..."

Meine "Reaktion" auf Deine Lakaien/Veljanov kann mein Mann überhaupt nicht nachvollziehen. Er sagt, ich werde schnell euphorisch, ich sei sehr emotional und, und, und ... Aber weißt Du, im Endeffekt finde ich es doch gut, dass er nicht mitkommt, ich glaube, ich würde mich keine Sekunde wohl fühlen, ich könnte das Konzert überhaupt nicht genießen, wenn ich merke, er ist zwar anwesend, physisch, hat aber gar keinen Spass an der DL - Musik und "erleidet Qualen ".

"da ist er doch zu fürsorglich. Aber er hat mich auch auf dem WGT zu Veljanov belgeitet, da er, wie ich schon sagte, es nicht mag wenn ich ganz alleine in der großen Stadt rumlaufe xD
Liegt wohl daran, dass ich nur 1.60 bin und er Angst hat, dass ich verloren gehe."

Also bei uns ist es irgendwie kein Thema ... hm ... gut, Berlin ist okay, ich wohne ja in Berlin, aber zum Veljanov - Konzert im Mai bin ich z.B. allein nach Hannover gefahren, was aber für meinen Mann kein Grund war, sich irgendwie Sorgen zu machen, schließlich bin ich ja eine erwachsene Frau und bin durchaus imstande, mir nach dem Konzert ein Taxi zu nehmen, und ins Hotel zu fahren. Also ich verreise häufig allein, auch ins Ausland ... irgendwie brauche ich das ... ich bin in dieser Hinsicht sehr souverän, mein Mann lässt mir gewisse Freiheiten und das ist auch gut so! 🙂 naja, es würde natürlich anders aussehen, wenn ich die Nacht in einer fremden Stadt allein auf der Straße verbringen müsste ... hmm ... das würde er auch nicht wollen, und auch neimals zulassen.
 
Kurz vorweg:
Diana, könntest du bitte die Zitierfunktion verwenden oder zumindest die Zitate mit den Namen derer kennzeichnen, die du zitierst? Ich finde das zum Teil schwer zu lesen und es ist nicht immer eindeutig nachvollziehbar. Das ging mir auch schon bei anderen Posts von dir so.
(ist nicht doof gemeint 🙂 )

Zu den letzten Posts:
Also eigentlich hatte ich das eher als kleine scherzhafte Einlage gedacht mit den Metal-Konzerten... war wohl nicht so witzig. 😀

nee klar... wenn das jemand überhaupt nicht mag, ergibt es meines Erachtens wenig Sinn, wenn die Person dann mitkommt und sowas kann dann durchaus auch die eigene Freude schmälern. ... und ich hätte auch keine Lust, diversen Veranstaltungen meines Mannes beizuwohnen und mache das dann auch nicht...

Ich bin dann doch diesbezüglich eher wie Diana... ich brauche es auch ab und an, mal alleine ins Ausland zu reisen etc. und ich gehe durchaus auch allein auf Konzerte ;😉 und Thema ist sowas hier auch nicht.
Häufig sind Sachen aber auch horizonterweiternd und zu Dream Theater in NY wär ich auch mitgekommen 😀 ... manchmal finde ich es auch einfach spannend, was es neben meinem Kram noch so gibt...
 
Ich würde ja auch mitgehen, wenn mein Herr Freund auch mal auf ein Konzert gehen würde 🙂

Und was das "allein unterwegs sein" betrifft, beim WGT wusste nicht wo die Parkbühne ist, und zu zweit suchen ist einfacher. Außerdem, wusste ich da noch nicht, wie sehr er die Stimme von Veljanov "hasst"...und dachte, live findet er vielleicht Gefallen daran...

Tja, und Leipzig... 5 Stunden allein im McDonalds, das ist echt nicht das wahre...hätte ich gleich heimfahren können, dann wär es mir egal gewesen. Leider habe ich kein Auto, und muss mich eben auf den Zug/MFG verlassen...

Aber selbst wenn, ich vermute mein Angetrauter hätte sich nur Sorgen gemacht, wenn ich allein in der großen Stadt rumlaufe... ich sag ja, sehr fürsorglich (aber wenn ich allein gehen will, dann kann ich das...nicht falsch verstehen, er schränkt mich keinesfalls ein)
 
tigress schrieb:
Kurz vorweg:
Diana, könntest du bitte die Zitierfunktion verwenden oder zumindest die Zitate mit den Namen derer kennzeichnen, die du zitierst? Ich finde das zum Teil schwer zu lesen und es ist nicht immer eindeutig nachvollziehbar. Das ging mir auch schon bei anderen Posts von dir so.
(ist nicht doof gemeint 🙂 )

Ich danke Dir für den Hinweis, tigress. 🙂

tigress schrieb:
Zu den letzten Posts:
Also eigentlich hatte ich das eher als kleine scherzhafte Einlage gedacht mit den Metal-Konzerten... war wohl nicht so witzig. 😀


Ach so! Okay. 🙂
--
Mein Mann hat auch erkannt, dass Herr Veljanov ein ganz besonderer Künstler ist, aber leider ... ach, ich weiß nicht ... 🙂
 
Ist schon ok, Lady van Drake 🙂 ... ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob ich Bock hätte, allein und ohne Unterkunft nachts in ner unbekannten Stadt rumzuhängen. Wahrscheinlich eher nicht...

Diana ... danke für die Umstellung! 🙂

DianaS schrieb:
Mein Mann hat auch erkannt, dass Herr Veljanov ein ganz besonderer Künstler ist, aber leider ... ach, ich weiß nicht ... 🙂
Die Musik ist halt schlicht nicht jedermanns Sache und es gibt ja auch andere "gute" Dinge, die man dennoch nicht so mag (ich denke da bloß an Free Jazz)...
Ist ja auch ok... In dem Sinne hab ich tatsächlich "Glück", dass mein Mann (wenn auch halt nicht so intensiiv 😀 ) Gefallen daran findet. Auch wenn man autark ist, macht ein Konzert ja doch mehr Spaß zu zweit...
Aber es geht ja auch anders oder mit anderen... 🙂
(warum muss ich jetzt bloß an das Pärchen am Schluß von Loriots Pappa ante Portas denken ... =)) .. "wir lachen auch mal gemeinsam, wenn etwas lustig ist" ... oder so 😀 )


und nun sind wir wirklich gänzlich OFF TOPIC 😀

Also... ich war nicht in Leipzig und kann hier eigentlich nicht wirklich was zum Thema des Threads beisteuern...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
tigress schrieb:
In dem Sinne hab ich tatsächlich "Glück", dass mein Mann (wenn auch halt nicht so intensiiv 😀 ) Gefallen daran findet. Auch wenn man autark ist, macht ein Konzert ja doch mehr Spaß zu zweit...

ja ... und insbesondere anschließend über das Konzert diskutieren, sich austauschen, das fehlt mir - offen gestanden - sehr ... früher führte ich mit meiner Cousine intensive, kreative DL/Veljanov/Helium Vola - Gespräche 🙂, jetzt aber, seitdem sie wieder im Ausland lebt, ist es nicht mehr möglich bzw. nur eingeschränkt möglich ... hmm ... tja, insofern freut es mich sehr, dass es Colour-ize gibt. 🙂

--
Und @ Olaf entschuldige bitte für die Themaabweichung, ja?! Es war wirklich keine Absicht. Ich war leider auch nicht in Leipzig und kann daher nichts zum eigentlichen Threadthema beitragen. (und zu dem Konzert in Berlin habe ich mich bereits in dem Berlin - Thread geäußert).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Von mir auch *sorry*.

Aber ich war ja in Leipzig, und wie schon gesagt, es war unbeschreiblich schön, teilweise sehr ergreifend (zB Forest /Into my arms) aber auf der anderen Seite auch belebend (zB Overpaid / Wholl save your world).

Abwechslunsreich und absolut sehens- und hörenswert.

Ein großes Danke dafür an alle Künstler!
 
Auf sparklingphotos.de gibt es einen Bericht samt Fotos. Schon gesehen?

http://www.sparklingphotos.de/content/view/1893/255/

2010-10-15_Deine_Lakaien_-_Bild_005x.jpg


Und hier der Link zu sieben Seiten schöner Fotos 🙂

http://www.sparklingphotos.de/component ... atid,1101/
 
Sodenn, ich werde auch mal was beisteuern (wenn auch n bissl dolle spät ).

Wir, also Alex, Sabine aka Tila und ich fuhren also am Freitach den fuffzehnten nach Laipzsch. Alex war unsere neue "Konzertgängererrungenschaft" 😉 Eigentlich wollten wir ihn nur fragen, ob er zwecks Fahren mitkommen will. Aber da er auch der einzige technikversierte bei uns ist, bekam er so nebenbei doch noch Lakaien zu hören, als er uns bei der Aufnahme der Akustiktourmittschnittradiosendung half und verliebte sich spontan auch in diese Musik. Das traf sich ja noch besser.
Nunja, es kam dann aus familieninternen Gründen doch noch zu einem anderen Fahrer, aber so konnten wir uns immerhin kollektiv ungestüm vorfreuen 8-}
Leider kamen wir auf der A14 in einen ellenlangen Stau, der uns mindestens anderthalb Stunden unserer zum Glück sehr großzügig geplanten Fahrzeit stahl, sodass wir erst halb achte rum vorm Werk II ankamen.
Dort war aber noch ein munteres Hin und her, viele standen draußen und rauchten und quatschten, also kann es so voll nicht gewesen sein.
Wir gingen rein, ließen die Karten kontrollieren und mussten auf dem Weg zum Klo an gefühlten zwanzig Leuten vorbei, die uns irgendwelche Flyer zusteckten mit Party im Darkflower und anderem für uns reichlich unnützem Zeug (zeitlich gesehn).
Danach gingen wir in die Halle. Die Dunkelheit war ich gar nicht mehr gewöhnt, sodass meine Orientierung ein bisschen schwankte. Aber der Merchstand stand ja gleich rechts.
Wir begrüßten uns mit Dea, sie erzählte uns wer alles wann wo bei welchem Konzert schon gewesen war (ich entschuldige mich wenn ich das alles schon wieder vergessen habe) und ich wurde vollkommen von der neuen Fülle am Merch überrumpelt. Als erstes fielen mir als leicht Bandshirtsüchtiger die neuen Oberteile aller Schnitte mit der großen roten Aufschrift GONE auf. Ich glaube, ich verbrachte den gesamten Abend (ausgenommen die Zeit des Lakaienkonzerts natürlich ;-) ) mit der Entscheidung, ob ich mir so ein Ding kaufen soll oder nicht 🙂) Was meine Freunde zusammen mit einigen anderen präkonzertären Ausfallerscheinungen wohl etwas auf die Palme brachte.
Dann versuchte mir die Assistentin noch diverse janz seltene Vynils aus Herrn Veljanovs Secret Tongue Zeit aufzuschwatzen, leider habe ich aber keinen Plattenspieler. Es soll aber auch genug Sammler geben die sich das Ding einfach nur zum Schönaussehen in den Schrank stellen. Dann lass ich denen lieber den Vortritt ;-)
Dann gingen wir so langsam zur Bühne. Obwohl es schon kurz vor acht gewesen ein dürfte, war die Menge noch so zerstreut, dass wir einen Platz in der zweiten/dritten Reihe bekamen. Ich rückte noch ein bissl nach links (falls ich dem Pärchen, das sich offenbar seehr viel Platz zum Tanzen reservieren wollte, in meinem Eifer zu nahe gekommen sein sollte, dann tut es mir leid) und hatte dann den perfekten Blick auf des Meisters Labor ;😉
Vor mir standen noch Theris, Slati und Snails, wen ich das richtig erkannt habe, sowie jeder Menge besonders sichtraubender Fotografen zwischen Absperrung und Bühne *hmpf*
Alsbald ging es mit Vic Anselmo los. Das Keyboard auf der Bühne stand schon bereit. Mein erster Gedanke war zugegebenermaßen: Die sieht ja aus wie die von Evanescence. (Abgesehen vielleicht von den fantasievolleren Haaren)
Nach ein paar Tönen war klar: Die klang auch so wie die von Evanescence! 😀 Ne ordentliche Stimme, zweifelsohne, auch das Klavierspiel ist für diese Relationen nicht schlecht. Allerdings hatten ihre Songs irgendwie keine geordnete Melodie, es klang eher wie improvisiert a la "Ich hab nen Text und für die Melodie reihe ich mir eine zufällige Folge von Tönen zusammen und mit gehörig emotionaler Artikulation wird da schon was draus". Was zusammen mit den teils doch sehr haarsträubenden Hochtiefwechseln und Vokallangziehern doch ein bisschen... naja, nich mein Ding war.
Das Publikum schenkte ihr aber einen anständigen Applaus, der mit der Zeit größer wurde und es jubelten auch einige.
Genaugenommen ist es ja schon schwierig, mit nur einem Keyboard/E-Klavier und Gesang ein ganzes Programm zu bestreiten. Und obwohl sie sich bemühte, ihre Songs zumindest in der Lautstärke zu variieren, klang das ganze doch recht einheitlich, die Beschreibung irgendeines Schreibers hier mit dem "einen langen Lied" trifft es schon ganz gut.
Was ein bisschen gestört hat: obwohl die Performance der Dame sich (verständlicherweise) auf Grinsen und dem Klavierspiel verfallen beschränkte, mussten die Fotografen unbedingt jeder hundert Fotos schießen und reckten sich mit ihren gut gebauten Körpern und Objektiven so weit wie nur möglich an das Gesicht Frau Anselmos und damit völlig ins Bild. Genaugenommen kann mir das ja wurscht sein, da ich in der Zeit wahrscheinlich nichts lebenswichtiges verpasse, aber es ist selbst da nicht sehr schön, wenn sich jemand vor dir zu voller Größe aufbaut um seine Kamera so hoch zu recken, dass er sie beinahe an die Strahler hängen kann ;-)
Dann um zehn oder fünf vor acht verabschiedete sich Vic Anselmo mit einem Händefalten und ging von der Bühne und gespannt warteten nun alle auf den Aufgang der Lakaien.
Nachdem ab und zu mal einer über die Bühne oder durch den Back- und Nebenstagebereich geflitzt war und Ernst kurz seine Gerätschaften verkabelt, hochgefahren (meine Freundin plötzlich "Der hat ja das selbe Programm wie mein Bruder!") und angetestet hatte, kamen sie. Ein Jubel brach aus, während Ernst, Robert Willkoks, B Deutung und Ivee Leon auf der Bühne erschienen. Ernst fummelte an seinem Laptop rum und das sprungfederhaft quietschende Intro von On your stage again ertönte. Dann am Anfang der Strophe kam Alexander singend auf die Bühne.
Wieder Beifall.
Nunja und dann gingen sie halt die Setlist durch, die sicher auch schon in anderen Threads gepostet wurde, an die ich aber beim besten Willen nicht mehr erinnern kann.
On your Stage again krachte aber schonmal schön, mit etwas überdrehtem Bass/Rhythmus und ein paar Einlagen der Streicher und Ivee als Hintergrundstimme.
Ernst ließ meist von seinem Laptop den Beat spielen und betätigte sich am Klavier (was man leider kaum hörte, genauso wie Wilkoks Gitarre) und schraubte in den Bridges an diesen ganzen Rädchen rum, welche die wabernden Töne schmatzender klingen lassen oder Laut-leise-Schleifen erzeugen. Obwohl die Ausrüstung des Labors mit den Zeiten etwas abgenommen hat, frag ich mich immer noch, wie man sich damit zurecht finden kann ;-)
Alexander lief derweil wie gewohnt gemächlich über die Bühne, ging nach hinten, kam wieder nach vorne, ging zuweilen so nah an den Rand, dass man Angst kriegte, er würde herunterfallen, streckte den Fotografen die Zunge raus und spuckte auf die Bühne.
Danach kam Over and Done. Die Lichtshow war übrigens genial, falls ich das noch ncht erwähnt hatte. Die Fotos geben sicher ein ordentlicheres Bild als eine ausufernde Beschreibung meinerseits, welche das Spektakel ja doch nicht erfassen kann : )
Und Over and Done heizte auch wieder mächtig ein. Die Menge fing an zu tanzen, vor mir wurde schon kräftig geheadbangt (die Performance des Publikums steigerte sich allerdings noch viel mehr an diesem Abend) und selbst ich fing langsam an, mehr unsynchron als alles andere mitzuwippen, was sich allerdings schnell in einem fiesen Muskelkater des einen, bald auch des anderen Beins niederschlug. Aber das schiebe ich mal auf meine "Technik".
Nach ungefähr dem dritten Lied ließ sich Alexander zu einer kleinen Ansprache nieder, nachdem er die Fotografen höflich, aber mit einem leichten "macht, dass ihr wegkommt"-Unterton aus dem Fotograben befördert hatte.
Ansonsten redete er an dem Abend aber nicht so sehr viel. Abgesehen vielleicht von der Entschuldigung, als er Gone spielen wollte, aber One Night dran war. Sorry, aber die Situation war zu komisch. Ernst spielt und spielt immer wieder diese Schleife und es fängt aber keiner an zu singen. Dann brechen beide ab und schauen sich einen Augenblick verdutzt und dann leicht verständnislos a la "WAS machst du da bitte??" an. 😀
Zwischendurch kam auch mal eine kleine Geschichte, von der ich aber leider nicht allzu viel verstand, ich weiß auch nicht genau, warum.
Mit der Zeit wurde die Bande bewegungsfreudiger. Ivee Leon und B.Deutung fochten Streicherduelle aus oder führten während six o clock dem Rhythmus folgend stakkatohafte 90°-Drehungen aus. Ernst Horn saß glücklich an seinen Maschinen. In einer besonders lustigen Szene kam B.Deutung zu ihm herüber und versuchte ihn mit dem Bogen zu pisacken. 😀
Robert Wilkoks vollführte allerhand sicher schwierige Handgriffe an der Gitarre, die leider niemand hören konnte. Er arbeitete auch wieder mit diesem elektronischen Wandlerding, das er über die Seiten zog und allerhand Technik direkt vor ihm auf dem Boden. Einmal meine ich, muss er den Streichpart übernommen haben, denn alle Streicher spielten legato, es kamen aber abgehackte Töne aus den Boxen.
Später im Verlauf des Abends durften wir auch die Robert-Show begutachten. Robert hüpfte wie ein Angestochener quer über die Bühne und sorgte somit für einige Grinser. Einmal fuchtelte er so mit der Gitarre rum, dass er Alexander beinahe einen übergebraten hätte, wenn der nicht noch schnell ausgewichen wäre. Die Szene hätt ich zu gerne gesehn (hab das leider nur erzählt bekommen) 😀
Obwohl ich die einzelnen Lieder nicht genau benennen kann, war die Setlist auf jeden Fall sehr gut, anders als sonst, ein paar schöne Seltenheiten dabei und dafür die elendigen Gassenhauer raus. Forest war sehr toll. :x Mindmachine mit gutem Blick auf des Meisters nicht mehr zu erkennende Finger war absolut überwältigend. Lustig war, als jemand aus dem Publikum "Blue Heart!!" rief und sie spielten- Blue Heart xD Ich glaube aber nicht, dass das unplanmäßig war. Jenes gehörte mit One Night zu den besten Stücken der Platte für mich. Auch wenn es klischeeträchtige Liebeslieder sind. Immigrant ging ab! Europe war das einzige, was nicht so meinen Geschmack traf, auch nicht auf dem Konzert. Allerdings war six o clock, was ich auf der Platte auch als eher doof fand, live gar nich mal so schlecht. Ich hätte mir noch Cupids Disease gewünscht. The old man is dead wäre auch toll gewesen, aber das ist so eins der Lieder, die nie gespielt würden. Es gab dann noch drei Zugabenblöcke und zu allerletzt Along our road. Ich dachte nach jeder Zugabe, wow, da kommt ja noch eins und wir klatschten auch immer wie verrückt, aber nach Along our Road mussten wir leider einsehen, dass Schluss war.
Die Herren gingen nach beachtlichen drei Stunden nochwas endgültig von der Bühne, nachdem sie sich alle zusammen verbeugt hatten. Sie schienen auch sehr zufrieden mit dem Konzert zu sein. Das Publikum sowieso. Es klatschte noch ein bisschen, dann zerstreute es sich allmählich.
Wir gingen zum Merchstand, wo sich schon ein großes Gedrängel gebildet hatte. Mir war bis dahin auch ein funktioneller Grund eingefallen, mir ein Shirt zu kaufen 🙂) und Sabine blickte auch träumerisch auf die Teile. So kauften wir also mit ein bisschen finanzieller Vorlage von Alex beide je einen Gonepulli. Ich hatte mich offenbar in der Größe verkalkuliert und beschloss dann nach ewigem Hin und Her das Teil doch nochmal umzutauschen (in der Zeit war schon der größte Teil der Besucher aus der Halle raus). Also, Faustregel fürs nächste Mal: Lakaienoberteile fallen klein aus! (oder bin ich fett geworden??)
Nachdem ich mich von dem Stammclub, der noch erzählte, verabschiedet hatte, ging ich zurück. Die beiden draußen aufs "private Taxi" wartenden waren derweil schon wieder kurz vorm Gallenüberfluss fürchte ich (sorry nochmal). Dann alsbald kam das Auto und wir fuhren daheim und laberten ein bisschen, Alex und ich pennten hinten ein, während Sabine es sich nicht nehmen ließ, Opa mal was von der Musik, die die da spielten, vorzuführen. Für jemanden in seinem Alter fiel die Reaktion ganz gut aus, abgesehen von der Anmerkung "singen die denn auch mal deutsch??" Ich fürc... ähm glaube, Opa wird an Unheilig einen großen Gefallen finden. Allerdings ist das i. Vgl. zu Brunner&Brunner auch wieder gut. Bei Immigrant fragte er sich übrigens, "welcher Polizeifunk denn hier Störsignale verbreitet?"
Nunja, wir fuhren weiter, zum Glück ohne Behinderungen, und kamen dann so gegen einse in MD an, setzten die anderen ab und fuhren dann nach Stadtfeld.

Wie grandios das Konzert eigentlich war, bemerkte ich erst Tage später, als ich mir die Fotos ansah. Da wurde die Lichtshow wieder in ganz andere Sphären gehoben... Ich hörte dann auch die CD aus einem ganz anderem Blickwinkel (das Wort passt hier leider nicht ganz).
Da passte es überhaupt nicht, sich die folgende Woche mit Schallschutz zu beschäftigen. 🙁(

Also mal wieder, liebe Lakaien und alle drumrum, vielen Dank für das Konzert, die Lichtshow und überhaupt alles! :ymhug:


Edit: Doch wieder so lang geworden :-w
 
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