neue DL-Single bei INDIEtective

Oje, soweit sind wir schon gekommen.
Ich mein, kann sein, das ich das bisher etwas naiv gesehen habe, aber ich wusste nicht / hätte nicht gedacht, das DL zu solchen Mitteln greifen müsen.
Wäre das vor zehn Jahren möglich gewesen?
Ist das erst seit dem DL so bekannt sind?
Ich kann mich jedenfalls noch an Zeiten reinnern, wo die Leute gedacht haben, ich wäre ein ganz schlimmer Mensch, weil ich so eine düstere Musik höre.
Da gabs die CDs im Umkreis nur in einem Shop!Naja und jetzt liegt die Kasmodiah für 7 Euro im MakroMarkt.
Irgendwie ist es komisch geworden.
Schlimmer finde ich aber, das die Musik anscheinend so interessant geworden ist, das jeder alles frühestens haben will und möglichst nix bezahlen.
Echt mist. Aber das liegt meines erachtens auch an der Schwemme an CDs und Tracks die die Bands veöffentlichen. Wer kann sich da schon alles kaufen.
Und DL veröffentlichen auch mehr als noch vor 4 Jahrn, oder? 🙂 Bin momentan etwas verwirrt darüber.
 
naja, es kann auch mal passieren, dass wir ein solches angebot übersehen, das heißt aber nicht, das es deswegen legal war.
leider ist das alles kein spaß mehr
 
womit die eigentliche frage ja nicht beantwortet wurde. wieso kommen die dinger schon soooo frueh raus und wieso sind sie dann auch noch so schoen aufgemacht? ich spreche jetzt von der roten bzw. der schwarzen farbe der cds???? da muss doch jedem klar sein (auch bei euch), dass fans sowas einfach haben wollen! und der einzige weg ist eben der ueber ebay. ich kaufe dort zig promos fuer mich, meistens weil irgendwas besonderes dran ist. genau das war fuer mich der grund, warum ich die lakaien-promo gekauft habe, naemlich um sie bei ebay an jemanden zu verkaufen, der das ding als fan wirklich haben will. ich hab sie fuer 8 euro gekauft. euch duerfte doch klar sein, dass mein "gewinn" hoechstens bei 2 euro liegen duerfte. sowas zu verbieten ist in meinen augen kleinkariert und im hoechsten grade laecherlich!
andere bands sind froh, dass sie ihre promos bei ebay sehen, denn die nachfrage nach solchen steigert in jedem fall den kultgrad der band. darueber schonmal nachgedacht?

ausserdem habt ihr dann wohl in letzter zeit einige promos uebersehen ;-) aber ich kann euch versichern, reich geworden ist damit niemand.
 
NACH einer V ’ bin ich auch etwas entspannter, was Promos und Sammler betrifft. Obwohl es hier nie ein offizielles OK geben wird/kann auf das sich dann später wohlmöglich jemand beruft. 🙂 Aber VOR einer Veröffentlichung verstehe ich wirklich keinen Spass und finde auch aus dem Grund nicht so prickelnd, dass Du hier so die Werbetrommel rührst....

Die Promo war übrigens so aufgemacht um evtl. auch einen vielleicht desinteressierten, übersättigten Radio-Menschen zu signalisieren, dass die Band und der Track bei Columbia und Chrom ein sehr wichtiges Thema ist. Aber die Radiolandschaft ja langsam so eindimensional, dass das nicht mehr so viel bringt, wie noch vor einem Jahr. Am besten sind vielleicht immer noch nervige Anrufer in deren Hotline, die Titel möglichst oft "wünschen" oder tippen. Sowas wie das Berliner "Rosenstolz"-Phänomen eben.

Aber klar, seit diesem Herbst wurde die Strategie gewechselt und Promos sind wohl in Zukunft nicht mehr so "wertig" (die aktuellen sind sogar nur noch CDRs, die bekanntlich eine recht kurze Lebensdauer haben). Ich denke das werden wohl in Kürze alle so machen.
 
Hallo Audrey,
also habe ich es doch falsch verstanden ! Hatte auch lange überlegt, das Posting zu schreiben, weil ich mir dachte, daß irgendwas faul daran ist (und ich ja nicht immer meinem Namen alle Ehre machen muß )
Aber damit ist klar: Abwarten bis zum V ’-Termin und dann treu und brav in meinen favorisierten Plattenladen traben.... 🙂
Grüße
 
sorry, aber das hat in meinen augen nix mit werbetrommel zu tun.
es ist mir schon klar, dass kuenstler oder plattenfirmen nicht wollen, dass andere mit promos oder bootlegs "handeln", aber dann muesste es z.b. auch aus eurer sicht verboten sein, das (nur ein beispiel) forest enter exit-video bei ebay zu verkaufen. das habe ich z.b. getan und habe das doppelte vom urspruenglichen preis bekommen, d.h. ich habe ja dran verdient und die band nicht mehr. ist jetzt vielleicht etwas weit hergeholt, aber irgendwie is ja was dran. ausserdem verdienen doch plattenfirmen auch an promos, sonst wuerden sie die ja gar nicht erst herstellen.

ich weiss 100%ig, dass promos und dergleichen den kultgrad einer band weit erhoehen, denn durch unveroeffentlichte mixe oder songs eben auf diesen promos entsteht eine nachfrage danach und der bandname bleibt permanent im gespraech.

ausserdem muesstet ihr dann jede cd-boerse stuermen, denn dort wird wirklich damit gehandelt.

dass promos in zukunft nur noch als cdrs rauskommen halte ich fuer eine utopie. sicher werden das einige machen, aber stellt euch mal vor, z.b. depeche mode wuerden ihren fans sowas antun. da waers aber schnell vorbei mit dem kult 🙂

aber mal was anderes: den song find ich nicht gut *LACH*
 
Hi,

also ich find das irgendwie affig für 2 mal 7 euro 2 cd ’s rauszubringen - riecht nach arme leute geldbrauch abzocke.
Gerechtfertigt is ja ne 2. single allemal auch wenn einige neue mixe und auch neue songs draufsind.
Warum das nicht auf eine cd packen? Viel praktischer, platzsparender (auch im öko sinn eben -oder?). Dafür dann 10 euro zu bezahlen wär für mich kein problem - ausserdem würde das teil dann 40 min laufen - statt ca. 2 mal 20 min. Und man bräuchte das 1. teil nich rausnehmen um dann das 2. reinzuschieben. Ich philosophier gerne über solch einen schwachsinn der plattenindustrie.

Ausserdem möchte ich hier mal zum generalboykott auf indietective aufrufen! Das sind für mich die grössten abzocker überhaupt. Die waren schon als papiermedium-mailorder sauteuer geschweige denn als internetverkäufer: pfui teufel!

Ich sammle ja nun auch leidenschftlich cd-maxis und in diesem zusammenhang finde ich sind suede ein sehr positives beispiel - oder auch muse. Bei den tonträgern sind immer komplett unterschiedliche stücke drauf...
Und von björk bzw. depeche mode kann man wenn man sich etwas geduldet für ca. 30 mark eine in japan erschienene maxi-cd besorgen auf der ALLE singles drauf sind die zu je einem album gehöhren.
Die japaner scheinen da etwas pragmatischer..

gruss
s.
 
Ja, ich dachte auch gehört zu haben, daß eine EP geplant wäre. Und ich muß auch zugeben, daß mir selber schon der Gedanke gekommen ist, daß diese Art der Veröffentlichung aus vermarktungstechnischen Gründen gewählt wurde.

Aber es hat wohl jedes Ding zwei Seiten; ein Fan kauft sich sicher beide Singles und ist damit im Nachteil, weil er deutlich mehr bezahlt als für eine EP (es sei denn, die kosten jetzt auch schon 15 Euro, nachdem CD's schon bis zu 20 kosten... ). Andererseits kann sich ein mäßig interessierter Käufer für eine von beiden Singles entscheiden und zahlt so weniger. So kann man es sehen, muß aber nicht... ich denke eher nicht, daß sich da so viel Gedanken über die Vor- und Nachteile für die Käufer gemacht wurden, sondern es doch um die Mehreinnahmen ging. Und doch muß ich als Sammler zugeben, daß es durchaus reizvoll ist. Ich hoffe mal, daß sich mit dem Artwork entsprechend Mühe gegeben wird und daß es vor allem unterschiedlich ist!

Ach ja, Indietective boykottieren kann ich leider nicht...
Die waren mir schon immer zu teuer.

Audrey
 
Oh stimmt! Das hatte ich ja noch gar nicht bedacht!
Also wenn die beiden Singles als dieselbe gewertet werden, wirkt sich das mit Sicherheit stark auf die Verkaufszahlen aus. Dann gibt es den Charts-Erfolg, den eine EP naturgemäß nicht gebracht hätte... gefickt eingeschädelt!! ;-) 🙂

Audrey
 
Ich wusste ja gar nicht, dass wir so viele richtige Marketing-Experten im Forum haben 🙂
 
>limitiert
Hi, die Singles sind bei Mayor-Firmen quasi automatisch limitiert.
Siehe Return, usw. Ich rette mir für den Mailorder immer eine kleine Restmenge aber im Handel gibt es meist nur 1-2 Auflagen, wenn das weg ist ist das weg.

Bei Chrom werden nun aus Kostengründen auch demnächst viele Singles eingestellt (z.B. Distain, aber wvtl. auch Deine Lakaien). Wir werden dann aber probieren, die nicht einfach unter den Tisch fallen zu lassen (sind ja oft 1a Titel drauf) sondern die einfach den Alben beizugeben. So wie Wolfsheim dass jüngst gemacht hatten.

Mal sehen ob und wie das ankommen wird.

Viele Grüße
 
Eine Maxi-CD ist bei dieser Anzahl der Tracks und der Gesamt-Spielzeit überhaupt nicht möglich. Denn die GEMA definiert genau, wie eine Maxi-CD "auszusehen" hat. Wenn ich's richtig im Kopf hab, darf eine Maxi-CD maximal 4 Tracks haben und eine Laufzeit von insgesamt 20 Minuten nicht überschreiten (bin mir aber nicht ganz sicher, ich kann aber bei Claus nochmal nachfragen).
Eine EP hat wieder andere Spezifikationen (die ich aber nicht auswendig weiß). Weil aber mehr Titel drauf sind und die Laufzeit länger ist, ist auch die GEMA-Gebühr höher.

Eine Single auf zwei Maxi-CD's verteilt zu veröffentlichen, hat mehrere Vorteile:
- Auf der ersten Maxi-CD befindet sich die Radio-Version des Titelstücks, evtl. eine oder mehrere B-Seiten (also neue/andere Lieder) und vielleicht eine spezielle Version/Remix.
- Auf der zweiten Maxi-CD befindet sich evtl. ebenfalls die Radio-Version des Titelstücks, dazu dann hauptsächlich einige Remixe und vielleicht als besonderen Kaufanreiz eine exklusive B-Seite.

Die erste Maxi-CD ist somit für die Mehrheit der Käufer interessant. Denn die meisten wollen eben die Single haben und freuen sich dann noch über die ein oder andere B-Seite. Remixe sind nicht für viele interessant. Daher wird die zweite (Remix-) Maxi-CD eher an Hardcore-Fans, Sammler und/oder Interessierte/Fans der Remixer verkauft.
Der Vorteil für den Käufer ist, dass er das Produkt kaufen kann, das ihn interessiert. Warum sollte jemand, der nur die Single-Version möchte, mehr Geld für eine EP bezahlen, die dann etliche Remixe enthält, die ihn nicht interessieren.
Oftmals wird die zweite Maxi-CD (die nicht so hoch verkauft wird) von vornherein auf eine gewisse Stückzahl limitiert. Das steigert natürlich auch das Interesse der Fans.
Der Vorteil für die Band/Plattenfirma ist, dass beide Maxi-CD's für die Charts zählen. Wird also die erste Maxi-CD 5.000 Mal verkauft und die zweite Maxi-CD 2.000 Mal, so wird die Single mit 7.000 Verkäufen gerechnet.

Alles klar?
Es grüßt Euch
Nicole
 
Die Single-Rules nach Auskunft von Columbia:
1. Nicht mehr als 5 UNTERSCHIEDLICHE Tracks,
2. diese aber in beliebig viel Versionen, wobei
3. 23 min. Gesamtlänge der Single nicht überschritten werden dürfen.

VIele Grüße
 
Umgang mit Promos

"Weitere Konsequenzen: Kein Artwork mehr für Promos, und musikalisch "Cripleware" das heisst, die Stücke sind dort z.T. entweder nicht gemastert, gekürzt, verändert, oder auch gar nicht drauf."
Und:
"Momentan bestehen die vorbereiteten Promos aus konsequentem Weglassen und z.T. Kürzen. - Kann sogar so kommen, dass es für viele Bereiche überhaupt keine realen Promo-Tonträger mehr geben wird (die Sammelobjekt sein könnten), sondern nur eine irgendwie geartetet Abhörmöglichkeit, z.B. online."

In der Ausgabe 10/02 des Zillo ist als "Opener" ein Beitrag zu finden, der die Dinge aus der anderen Sicht beschreibt, nämlich aus der Sicht derer, die die Musik rezensieren, Interviews mit den Künstlern führen und damit natürlich auch wichtige Werbearbeit leisten.

Der Text ist zwar lang, aber da ich ihn als wichtiges Diskussionsargument erachte und er online nicht zu finden ist, mach ich mir mal für die Nicht-Zillo-Besitzer die Mühe, den Text im Wortlaut abzutippen.

Zitat Anfang:

Wir machen da nicht mit
Stellt euch vor, ihr wollt ein Bike oder ein Auto kaufen. Voller Vorfreude und mit genügend hart erkämpfter Knete in der Tasche geht ihr zu eurem Dealer um die Ecke. Doch anstatt dass dieser euch nun die heissesten blitzenden Teile brandfrisch aus der letzten Prouktion antanzen lässt, knallt er euch zahlreiche rohe Karosserien vor die Nase, ohne Lack und ohne Chrom. Fast alle anderen notwendigen Teile sind zwar auch irgendwie vorhanden, müssen aber erst noch an den rechten Platz gerückt und justiert werden. Einen Eindruck vom fertigen Produkt könne man sich doch aber auf jeden Fall machen, oder ?
Würdet ihr so was kaufen? - Natürlich nicht! So etwas gibt es nicht, meint ihr? - Aber ja! Diese Dinge geschehen derzeit immer öfter - im Musikbusiness!
Da bekommst du z.B. ein Tape (keine CD!) mit ein paar wenigen Stücken von einem Album einer experimentellen Popband. Man hat dich bereits gewarnt, dass die Songs erst später gemastert und hier nur angespielt werden und die Klangqualität grottenschlecht sein wird, doch ob das Geleier, das da dann tatsächlich aus den Boxen quillt, Ergebnis der verschrobenen Kreativität der Band, ein Defekt des Tapes oder deines Kassettendecks ist, das du gerade vom Dachboden gekramt und entlaust hast, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Doch die Interviews mit dem Act laufen schon bald, und auch wenn du inzwischen etwas genervt bist, sollst du dich nun entscheiden, ob du über ihn was machen willst oder nicht.
Ein anderes Mal durften wir uns im Internet 3 Songs eines bevorstehenden Albums drei Mal anspielen lassen, um uns ein Urteil über das kommende Produkt zu bilden, und im bisher krassesten Fall sollten wir eine Entscheidung für ein Titelthema treffen, ohne auch nur einen einzigen Ton dazu gehört zu haben. Der Interviewer hätte doch vor Ort, also wenn er das Interview mache, ausreichend Gelegenheit, das neue Produkt zu prüfen. Das würde doch genügen, oder? Zumal man doch reichlich Anzeigen schalten wolle, aber nur, wenn das Thema dann auch wirklich Titel würde. Und wenn der Redakteur sich nicht auf das Urteil des Schreibers verlassen wolle, (so die Antwort auf meine diesbezügliche Frage), dann könne er ja selber bei der Plattenfirma vorbei kommen. (Klar Leute, hab mich inzwischen darauf eingestellt, dass meine redaktionelle Tätigkeit schon bald nur noch daraus bestehen wird, von Hörprobe zu Hörprobe zu jetten.)
Wäre es nicht grässlich, wenn man gezwungen wäre, unter derartigen Bedingungen ein Produkt zu kaufen? Um wieviel grässlicher wäre es aber, unter derartigen Bedingungen ein Produkt Zehntausenden begeisterter Musikfans empfehlen zu sollen?
Bisher war und ist es für die meisten unserer Partner selbstverständlich, dass sowohl der Musikjournalist (der das Interview macht und den Artikel schreibt) als auch der Redakteur (der die Interviews in Auftrag gibt und über die Größe der Artikel entscheidet) vor Veröffentlichung einer CD mit derselben bemustert werden, damit siesich voll und ganz eine eigene Meinung über das Produkt bilden können. Der Journalist schlägt dieses Produkt dann bei Gefallen seinen Redakteuren vor und wenn es diesen auch zusagt, beauftragen sie ihn zu einem entsprechenden Artikel, für den der Journalist dann wohl vorbereitet in das Interview mit der Band gehen kann.
Wie in jeder anderen Branche gibt es auch im Musikbusiness viele Absprachen und ein Geben und Nehmen. Aber alles hat seine Grenzen. Plattenbosse (und vielleicht auch einige Musiker), die ihr meint, illegale CD-Brennerei und Herunterladen von Musik bekämpfen und obendrein gleich auch noch Werbungskosten sparen zu können, indem ihr den Medien eure Produkte nur noch in schrecklich entstellten oder unfertigen Versionen oder, besser noch, gar nicht erst zur Verfügung stellt, solltet Folgendes wissen:

Wir werden unseren Lesern keine Katzen im Sack verkaufen! Wer nicht willens ist, uns so zu bemustern, dass
a) wir eine Entscheidung treffen können, die wir guten Gewissens vor unserer Leserschaft verantworten können, und
b) unsere Schreiberinnen und Schreiber die Möglichkeit bekommen, sich rechtzeitig und vor allem gründlich auf ein Interview vorzubereiten,
wird von uns redaktionell nicht so berücksichtigt werden, wie das sonst der Fall wäre.


(Im übrigen wird durch diese Maßnahme der Plattenindustrie die CD-Piraterie nicht im geringsten bekämpft, sondern nur auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung eines Produktes verschoben: Der clevere Konsument der heißen Ware kann die 2 Monate, die zwischen Beginn der Promotion-Aktivitäten und dem Release-Date der CD vergehen, locker warten). ... Wir sind fest davon überzeugt, dass wir ganz in eurem Interesse handeln, wenn wir euch keine Produkte aufschwatzen, die wir selber gar nicht oder nur in Rohversionen zu Gehör bekommen haben.
Ich persönlich kann nur hoffen, dass derartig dekadente Eskapaden die letzten Zuckungen danieder liegender Großkonzerne sind, bevor es mit ihnen (und hoffentlich klügeren Köpfen an den entsprechenden Positionen) wieder aufwärts geht.
In diesem Sinne wünsche ich gute Besserung und grüße alle wahren Musikfans.
Joe Asmodo

P.S.: Auf unserer Homepage ( www.zillo,de/forum/ ) haben wir dazu eine Umfrage gestartet, an der ihr euch gerne beteiligen könnt.

Zitat Ende

(Anm. in eigener Sache: *ächzzz*)

Bei einem aktuellen Umfrageergebnis von 48.8% zu folgendem Punkt, nämlich "Bands und Labels, die so etwas machen bzw. zulassen, sollte man links liegen lassen, weil sie den Konsumenten verarschen. Und Zillo sollte sie an den Pranger stellen.",
sollte man diese Gefahr unbedingt nochmal überdenken!! 🙂 Denn was würde mit einer Band wie den Lakaien passieren, wenn wichtige und natürlich werbewirksame Beiträge in den großen Szene-Zeitschriften immer seltener zu finden wären??? Ob sich dann wohl rentiert, daß mit qualitativ schlechten bzw. nichtvorhandenen Promos DL nicht mehr ausreichend promotet werden?

Chris
 
Re: Umgang mit Promos

Als Antwort auf:
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"Weitere Konsequenzen: Kein Artwork mehr für Promos, und musikalisch "Cripleware" das heisst, die Stücke sind dort z.T. entweder nicht gemastert, gekürzt, verändert, oder auch gar nicht drauf."
Und:
"Momentan bestehen die vorbereiteten Promos aus konsequentem Weglassen und z.T. Kürzen. - Kann sogar so kommen, dass es für viele Bereiche überhaupt keine realen Promo-Tonträger mehr geben wird (die Sammelobjekt sein könnten), sondern nur eine irgendwie geartetet Abhörmöglichkeit, z.B. online."

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Das halte ich für eine völlig übertriebene und falsche Handlungsweise. Damit schaden sich die Plattenfirmen nur selbst und jammern dann noch mehr über Umsatzrückgänge. Denn die Musik-Zeitschriften werden sich weigern bzw. sind gar nicht in der Lage, eine Rezension zu schreiben, wenn von einem Stück lediglich z.B. 1 Minute (wie bei einer Snippet-CD üblich) zu hören sind.
Fazit: Keine CD-Kritik, keinen Artikel, kein Interview... schlichtweg kein Bericht über die Band und damit keine Info für Nicht-Fans, dass es da etwas Neues gibt.

Kein Artwork? Ok, das braucht kein Mensch bei einer Promo.

Der springende Punkt aber: Promos sind Sammlerobjekte für Hardcore-Fans! Nur diese "Zielgruppe" ist bereit, dafür z.B. bei eBay (nicht wenig) Geld auszugeben. Dadurch entsteht den Plattenfirmen aber keinerlei Verlust, denn diese Fans kaufen ebenfalls die offiziellen Releases, wenn sie ein paar Wochen später im Laden stehen.
Der "Otto Normal Verbraucher" zahlt bestimmt nicht mehr Geld, um eine CD vorab als Promo zu besitzen.

Und das Problem des Online-Stellens: Ob die Songs schon ein paar Wochen vor Veröffentlichung der CD online zu finden sind, oder erst 2 Tage nach Veröffentlichung, dürfte denen, die nicht bereit sind, Geld für diesen Tonträger auszugeben, relativ egal sein. Hauptsache, sie kommen an die Songs ran.

Ergo: Wieder mal ein schrecklicher Fehler, den die Plattenindustrie hier begeht. Und anschließend wieder jammern... 🙂

Nicole
 
Re: Umgang mit Promos

OK, ich will mich jetzt nicht als bösen Buben outen, aber: Das was Joe Asmodo schreibt stimmt. die Plattenindustrie vergisst anscheinend, das sie Ihre Produkte VERKAUFEN muß!!!
Leben wir etwa in einer Welt, wo jeder sch.... frisst????
Ich kann das so nicht nachvollziehen. ich selbst muss mich jeden Tag mit dem Verkauf von Autos beschäftigen. Das geht wirklich nicht, wenn ich die Leute nicht mit dem Auto fahren lasse. Und wenn sich einer für einen Vectra interessiert, stell ich ihm bestimmt keinen Corsa dahin und erwarte, das der Kunde den Vectra trotzdem kauft.
ich habe das Gefühl, das selbst kleine Labels so arrogant geworden sind und es den grossen nachmachen. Die Zeiten scheinen aber vorbei zu sein.
Und das raubkopiererei der Grund ist???????
Oder wird es nur als Grund genommen?
Ich habe jede CD von DL gekauft und bin mit sicherheit nicht der einzige. OK, ich habe mir die White Lies aus den als Hörproben zur Verfügung gestellten Tracks zusmmengebaut, um diese im vorraus geniessen zu können. Als es die CD im Handel gab stand ich allerdings als erster im Laden!
Und das soll der Dank sein?
 
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