Single One Night

DianaS schrieb:
Ich denk zurück an all die Farben, die ich ersehnte, in leeren Stunden blicke (im Sinne von schauen) im Wind auf fremden Straßen und blieb doch stumm.

Ich denk daran, wie still es war und hin und her trieb mich die Sehnsucht nach diesen Worten, die mir gefehlt (haben),
Du wirst sie sagen.

Ich denk zurück an all die Tage
An all die Nächte, voll ... Sehnen (hier nuschelt er ein wenig, muss nochmal reinhören 😉 )
Nach diesen Worten, ich suchte dich
Und blieb doch stumm
 
@ Dunkelmond
Vielen vielen Dank für die Berichtigung, Dunkelmond. 🙂

Wie findest Du Manic?
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@ Ash und Brosze
"Bei Nacht" berührt mich tiefer, als die englische Version "One Night" ... hmm ... ich empfinde eine besondere Faszination für die deutsche Sprache, für den Klang dieser Sprache (man erinnere sich, was Friedrich Nietzsche über die deutsche Sprache schrieb, sie sei außerordentlich poetisch und musikalisch). 🙂
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Mein kleiner Sohn mag "Bei Nacht" auch sehr, findet aber auch den neuen Song, "Manic", sehr schön.
 
Gestern abend habe ich mir die Single angehört und "Bei Nacht" ist wirklich superschön. Der Song ist ungefähr so geworden,wie ich es mir vorgestellt habe,romantisch,melancholisch,lyrisch. Die Instrumentierung gefällt mir gut,weil sie sehr sparsam ausgefallen ist und dadurch die Atmosphäre des Songs unterstreicht. Mit "Manic" kann ich mich momentan nicht anfreunden,der Song ist mir zu hektisch. Die Akustikversion von "Away" gefällt mir sehr gut,die melancholische Stimmung der Originalversion wurde erhalten. Gänsehaut pur!
 
Brosze schrieb:
Danke, Diana! Auch ich bin nicht im Besitz der Single, aber es liest sich angenehm... dieser Songtext geht mir näher als die englische Version. Es wirkt einfach intimer und auch melancholischer.

Ja, intim ist der richtige Ausdruck. Sehr schön finde ich auch den Refrain mit .... launige Glück... wundervoll ausgedrückt. Ich freue mich sooo auf morgen in der KuFa!
 
Ich finde Bei Nacht auch wirklich sehr, sehr schön!
Es erschließt sich mir nun irgendwie auch das Wechseln zwischen den Sprachen. Ich war ja nicht so ein Europe und vivre-"Fan" aber in gewisser Weise ergibt es Sinn und bekommt einen anderen Ausdruck.
Bei Nacht auf jeden Fall hat eine sehr eigene Schönheit und es bekommt in der Tat etwas Chanson-haftes und etwas sehr Inniges...
Der Ausdruck "Launiges Glück" ist aber auch ein bischen zum Schmunzeln ... finde ich 😀

Es wär schon toll, das auch mal live zu hören... Der Gesang ist dabei irgendwie auch so "pure"...
In Offenbach ist das doch bestuhlt... da könnte man doch mal so ein kleines akustisches Stück machen... das wär doch was..

Manic gefällt mir auch sehr gut und zu away muss ich nichts sagen, da ich die Akustik-Sachen allesamt wirklich liebe.

Das ist ne ganz tolle kleine Platte :x
 
tigress schrieb:
Es wär schon toll, das auch mal live zu hören... Der Gesang ist dabei irgendwie auch so "pure"...
In Offenbach ist das doch bestuhlt... da könnte man doch mal so ein kleines akustisches Stück machen... das wär doch was..
O ja, "Bei Nacht" würde ich auch mal gerne live hören, in Offenbach. Ich mag dieses Stück sehr @};- 🙂 . Hmm ... wäre sehr schön.
 
Zwar habe ich irgendwie die Eröffnung zum "Wünsch-dir-Was" -thread verpasst ... /🙂 aber "Bei Nacht" würde ich in Offenbach auch sehr schön finden, liebe Bandmitglieder 🙂
(falls denn welche mitlesen) ...
 
Ich hab's mir jetzt auch mal zu Gemüte geführt... ungewohnt, aber okay. Sehr romantisch fühlt sich's an.

"Launiges Glück"... sorry Jungs, aber ich muss dann immer an eine Helge Schneider-Aufnahme denken, wo er sagt: "[Schwedenhappen]; eine launig schmeckende Heiterkeit" 🙂)
In meinen Ohren nicht gerade elegant, aaber einzigartig 🙂
 
Rhiannon schrieb:
Ich liebe sehr 'Bei Nacht'. Finde ich es sexy als Alexander auf Deutsch singt 😛

Ich würde sagen,daß Alexander es schafft,mit seiner wunderschönen Stimme und der Art wie er singt,die deutsche Sprache zart,poetisch und geradezu sinnlich klingen zu lassen. :x Ich habe das Gefühl,daß er versucht,aus der deutschen Sprache das beste herauszuholen und auch ein wenig mit respektvoller Verneigung (sinnbildlich gesprochen) vor dieser Sprache singt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich musste ja ewig auf meine Single warten ... habe sie am Freitag bekommen, während ich die letzten Vorbereitungen für Offenbach organisieren musste - Little Ash's "pinker" Friseurbesuch unter ihnen 😉 . Ich habe die CD also schon Freitag gehört, aber die Ruhe, etwas darüber zu schreiben, habe ich erst jetzt.

Was mir an dem Stück "Bei Nacht" wirklich den Atem raubt, ist das Klavier. Meine Güte, aber was für ein Virtuose der Herr Horn doch ist; ich würde den Song auch als reines Instrumentalstück hören, in Endlosschleife laufen lassen.
Generell mag ich es ja sehr, wenn Herr Veljanov deutsch singt (mein Bruder findet übrigens, dass sein Englisch einen sehr merkwürdigen Akzent hat, was ich heutzutage nicht mehr wirklich beurteilen kann), aber im Deutschen finde ich diese weicheren Nasal- und Frikativlaute zum Dahinschmelzen schön. Aber ... die lyrics ... hm, ich weiß nicht.
Dies Warten auf die eine Frau, die die richtigen Worte weiß ... das hat so eine märchenhafte Konotation so à la "Sesam öffne dich". Wenn er sie wenigstens nicht das Licht mitten in der Nacht hätte sehen lassen! Das ist so eine religiöse Anlehnung, das Lyrische Ich erfährt dadurch eine Überhöhung, die nirgends mehr aufgefangen werden kann.
Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass ich das „launige Glück des nächsten Morgens“ gelungen finde … es ist poetisch, ungewöhnlich und hat eine augenzwinkernd erotische Implikation - das ist etwas, was man einem …ähm, erfahrenen Mann durchaus abnimmt.

„Maniac“ mag ich sehr; würde es wegen der Unruhe aber eher in die „April Skies“ Zeit einordnen, wo Fluchtgedanken ja häufiger thematisiert werden.
 
Die Singel habe ich Freitag Abend bei Dea ergattert und die Beute dann Sonntag nach Hause verschleppt und zwischenzeitlich auch in Ruhe gehört: Meine Sorge, dass "Bei Nacht" nur so eine deutscher Abklatsch ist (früher in meinen Kindertagen gab es das immer in der "Hitparade", dass so ein englischsprachiger Hit dann von einem Interpreten in deutsch nachgesungen wurde *graus*) ist völlig unbegründet. Der Text ist seicht verändert und der deutschen Sprache wunderbar angepasst.
Und er steht Alexanders Stimme sehr gut! Und das Klavier dazu.....!
Richtig toll - ich bin begeistert 🙂
 
O ja, Herrn Horns Klavierspiel ist außergewöhnlich, atemberaubend, voller Emotionen und Extreme, geprägt von dynamischer Virtuosität (Acoustic - CD + Acoustic Konzerte) und zugleich zutiefst unprätentiös. :x Ich würde sehr gerne ihn die Werke von großen Komponisten wie Rachmaninow, Tschaikowski oder Prokofiew spielen hören ... interessant, wie er ihre Kompositionen interpretieren, wahrnehmen würde ...
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"Bei Nacht", den Songtext empfinde ich als sehr poetisch und ein wenig melancholisch und sanft, auch "süßlich" (weiß nicht, ob es das Wort im Deutschen überhaupt gibt ), jedoch ohne kitschig zu sein ... man sehnt sich nach Vereinigung und Liebe .. ich mag dieses Stück sehr.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich kann mich mit "Bei Nacht" noch nicht so recht anfreunden, und ich kann auch nicht genau sagen warum. Vielleicht ist es mir zu süßlich (@ Diana, ja das Wort gibt es auch im Deutschen).
 
DianaS schrieb:
"Bei Nacht", den Songtext empfinde ich als sehr poetisch und ein wenig melancholisch und sanft,

Er ist all das ... und ich mag den Song auch, aber das Licht in der Nacht, die Offenbarung der richtigen Worte - es tut mir leid, aber das sind Maria und der Erzengel Gabriel - das fühlt sich für mich so ... falsch an, egal wie sehr ich die musikalische Gestaltung des Stückes auch mag.

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@ Diana
"süßlich" ist süß aber mit einem falschen Beigeschmack. Wie Hustensaft. Süßlich verdeckt etwas Unangenehmes.
 
Hm, ich kann mich mit Bei Nacht" auch nicht so recht anfreunden :-? Es ist mir von Arrangement zu, wie soll ich sagen, dürftig. In der englischen Version klingt die Melodie sanfter, was m.E. besser zu dem Stück passt. Aber das ist ja alles Geschmackssache.
 
@ Ash
Lieben Dank fürs Erklären. 🙂 (bitte entschuldige mein grauenvolles Deutsch, ich hatte gestern irgendwie keinen Duden zur Hand).
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Ja, mag sein, aber warum falsch, Ash ? Hmm ... man weiß ja nicht, was Herr Horn im Sinn hatte, als er dieses Stück komponierte, was oder wer ihn zu diesen Zeilen inspirierte ... ich denke, man muss die von Dir zitierte Passage / Strophe im Kontext zu dem gesamten Werk sehen. "Bei Nacht" handelt meiner Ansicht nach von einem lyrischen Ich, das von tiefer Sehnsucht und Melancholie erfüllt ist und voller Verlangen an eine nicht erfüllte oder noch nicht erreichte Liebe denkt. Die zweite Strophe lässt, aus meiner Sicht, auf eine nicht erfüllte Liebe deuten

Ich denk daran, wie still es war,
Und hin und her trieb mich die Sehnsucht,
Nach diesen Worten, die mir gefehlt haben - du wirst sie sagen.


Oder aber: An eine verlorene Liebe (?), wie die Verse "Ich denk zurück an all die Tage, an all die Nächte (...) Ein Bild, ein Licht, in ferner Zeit, fühlte ich dich" in den letzten Strophen vermuten lassen. Es wird in diesen Strophen zum Ausdruck gebracht, dass das lyrische Ich sehr einsam, nachdenklich, betrübt ist und sehnsuchtsvoll in die Vergangenheit zurück blickt.

Und die Verse "Bei Nacht, Bei Nacht, siehst du ein Licht, du hörst die Worte, die du zu uns sprichst, und morgen dann, wenn der Tag uns begrüßt, sind wir bereit für das launige Glück" erwecken, jedenfalls in meiner Wahrnehmung, den Eindruck, als hätte das lyrische Ich dort seinen Höhepunkt ... es ist vollbracht ... es entreißt den Lippen der geliebten Partnerin die begehrten Worte, der weibliche Engel erscheint, um das lyrische Ich zurück in die Gegenwart zu holen ...

Ich liebe dieses Stück, wenngleich es mich jedes Mal so endlos traurig stimmt ... Herrn Horns wundervolles Klavierspiel sowie Herrn Veljanovs atemberaubender, tiefgehender Gesang sprechen meine Sinne an und schaffen eine melancholische, nachdenkliche Atmosphäre ... hmmm Herr Horn, der musizierende Engel ... 🙂
 
@ Diana
Soweit ich weiß, hat der Herr Veljanov den Text der deutschen Fassung selbst geschrieben, auch wenn die Originalversion von Herrn Horn ist.

Ich habe das Stück heute wieder ein paar Mal gehört - ich denke, dass du mit deiner Interpretation nicht verkehrt liegst. Ja, es ist auch für mich ein Lied voller Sehnsucht nach einer erfüllenden Liebe, einer Liebe, wie sie das Lyrische Ich bisher nicht gefunden hat. Es sehnt sich zwar danach, hat sich aber - aus nicht geklärten Gründen- nie aktiv um eine Erfüllung bemüht (und blieb doch stumm). Die Erfüllung liegt in den Händen der einen Geliebten, die die richtigen Worte sprechen wird.
So weit so gut.
Wobei ich es sehr risquée finde, wenn ein Mann, der durchaus als Frauenschwarm gelten kann, solche Texte singt. Es ist doch so verführerisch nahe liegend, das Lyrische Ich mit dem Interpreten gleichzusetzen. Ich meine, all die Mädels, die nun in ihren Konversationslexika nach den richtigen Worten suchen …
Bis hierher ist alles eine Frage des Geschmacks; das Lied bewegt sich bestimmt gefährlich nahe am Kitsch (meine Tochter findet es kitschig) - aber ich persönlich bin der Meinung, dass es durch die Virtuosität von Ernst Horn und der chansonartigen Interpretation des Herrn Veljanov (das launige Glück! Ich mag diesen Ausdruck wirklich sehr) davor bewahrt wird.

Aber es ist in meinen Augen einfach nicht zulässig, einen hoch poetischen Text zu produzieren und dabei wahllos verschiedene Motivebenen zu vermischen. Der weibliche Engel, der einen rettet, ist - entschuldige- tatsächlich Kitsch (und ich sehe hier auch kein tatsächliches Wesen dieser Art, sondern nur den Wunsch, die Hoffnung, endlich die Einsamkeit zu beenden), während ein nachts gesehenes Licht, in dem Worte gehört werden, einfach religiös belegt ist. Und es gibt in diesem ganzen Lied nicht einen einzigen religiösen Gedanken, den ich erkennen kann. In meinen Augen ist das einfach eine Vermischung von Sachen, die nicht zusammengehören.
 
Lady Ash schrieb:
Aber es ist in meinen Augen einfach nicht zulässig, einen hoch poetischen Text zu produzieren und dabei wahllos verschiedene Motivebenen zu vermischen. Der weibliche Engel, der einen rettet, ist - entschuldige- tatsächlich Kitsch (und ich sehe hier auch kein tatsächliches Wesen dieser Art, sondern nur den Wunsch, die Hoffnung, endlich die Einsamkeit zu beenden), während ein nachts gesehenes Licht, in dem Worte gehört werden, einfach religiös belegt ist. Und es gibt in diesem ganzen Lied nicht einen einzigen religiösen Gedanken, den ich erkennen kann. In meinen Augen ist das einfach eine Vermischung von Sachen, die nicht zusammengehören.

Religion ist eine Assoziation, die mir beim Hören des Liedes so überhaupt nicht gekommen ist. Dazu empfinde ich das Stück als viel zu verträumt, ja vielleicht ehr märchenhaft. In der Fantasy- und Märchenwelt gibt es schließlich auch viele Lichtgestalten 😉 . Genau deswegen gefällt mir das Stück.
Naja - vielleicht ist auch einfach meine Kreativität mit mir durchgegangen 🙂 - oder ich bin nicht sachlich genug?!
 
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