@ Ash
Lieben Dank fürs Erklären. 🙂 (bitte entschuldige mein grauenvolles Deutsch, ich hatte gestern irgendwie keinen Duden zur Hand).
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Ja, mag sein, aber warum falsch, Ash ? Hmm ... man weiß ja nicht, was Herr Horn im Sinn hatte, als er dieses Stück komponierte, was oder wer ihn zu diesen Zeilen inspirierte ... ich denke, man muss die von Dir zitierte Passage / Strophe im Kontext zu dem gesamten Werk sehen. "Bei Nacht" handelt meiner Ansicht nach von einem lyrischen Ich, das von tiefer Sehnsucht und Melancholie erfüllt ist und voller Verlangen an eine nicht erfüllte oder noch nicht erreichte Liebe denkt. Die zweite Strophe lässt, aus meiner Sicht, auf eine nicht erfüllte Liebe deuten
Ich denk daran, wie still es war,
Und hin und her trieb mich die Sehnsucht,
Nach diesen Worten, die mir gefehlt haben - du wirst sie sagen.
Oder aber: An eine verlorene Liebe (?), wie die Verse "Ich denk zurück an all die Tage, an all die Nächte (...) Ein Bild, ein Licht, in ferner Zeit, fühlte ich dich" in den letzten Strophen vermuten lassen. Es wird in diesen Strophen zum Ausdruck gebracht, dass das lyrische Ich sehr einsam, nachdenklich, betrübt ist und sehnsuchtsvoll in die Vergangenheit zurück blickt.
Und die Verse "Bei Nacht, Bei Nacht, siehst du ein Licht, du hörst die Worte, die du zu uns sprichst, und morgen dann, wenn der Tag uns begrüßt, sind wir bereit für das launige Glück" erwecken, jedenfalls in meiner Wahrnehmung, den Eindruck, als hätte das lyrische Ich dort seinen Höhepunkt ... es ist vollbracht ... es entreißt den Lippen der geliebten Partnerin die begehrten Worte, der weibliche Engel erscheint, um das lyrische Ich zurück in die Gegenwart zu holen ...
Ich liebe dieses Stück, wenngleich es mich jedes Mal so endlos traurig stimmt ... Herrn Horns wundervolles Klavierspiel sowie Herrn Veljanovs atemberaubender, tiefgehender Gesang sprechen meine Sinne an und schaffen eine melancholische, nachdenkliche Atmosphäre ... hmmm Herr Horn, der musizierende Engel ... 🙂