Amphi Festival 2011

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Huhu Darky,

ich habe nicht den Eindruck, dass die Lakaien ans Aufhören denken. 😉 Wirklich nicht!

Da ist wohl bei Colorwriter ein Hauch von Melancholie beim genießen des Konzertes mitgeschwungen und er hat das in seinem Bericht zum Ausdruck gebracht. Und ich denke, dass bringt nun den ein oder anderen dazu, über das Thema nach zu denken.

Vielleicht kam es durch den Dauerregen, vielleicht durch den leicht erkälteten Klang von Alexanders Stimme: Ich fand mich auch ein wenig rührseelig in der Stimmung wieder.

Nichts desto trotz: Also ich persönlich wünsche mir noch mindestens 2 bis 12 Alben 😀
Uuuund - ich denke, da geht noch was ;😉
 
Vielen Dank, Colorwriter. Dir ist ein einfühlsamer Beitrag gelungen @};- %%- , der mich aber sehr nachdenklich und traurig gestimmt hat - irgendwie habe ich das Gefühl, etwas unwiederbringlich verpasst zu haben ... aber nein ... nein, ich glaube auch nicht, dass sie tatsächlich aufhören. Ernst Horn ohne Musik? Glücklich? Ach, nein. Unmöglich. (so wie ich ihn einschätze). Und Herr Veljanov? Seine Leidenschaft für die Musik und vor allem diesen Drang zu erschaffen (ich denke in diesem Zusammenhang an Porta Macedonia, "Dirt", liebe den Song), wird er, meiner Ansicht nach, nicht unterdrücken können. Niemals.
 
Eine zwiespältige Angelegenheit, finde ich. Die neue Helium Vola kommt, die neue Veljanov mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch (nur halt nicht so schnell 😉 ) ... das ist ja schon mal was.

Aber im reinen Lakaien Kontext ...
Der Kniefall, und Love me to the End, vorgetragen nach kurzer Debatte auf der Bühne (ich hatte den Eindruck, dass sowohl Deutung alles auch Herr Horn dem Sänger von dieser letzten Zugabe abrieten) nicht zu vergessen das VIP Publikum im Flügel der Bühne ...ja, es hatte auch für mich den Flair einer Abschiedsvorstellung, aber andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass sie sich so verabschieden würden.
 
Die Diskussion habe ich nicht mitbekommen. Aber ich denke mal eher, dass sie sich da Sorgen um seine Stimme gemacht haben.
VIP Publikum in der linken Ecke der Bühne gab es eigentlich bei jeder Band, von daher denke ich nicht, dass das etwas zu bedeuten hat.
Außerdem glaube ich, dass die beiden zumindest angedeutet hätten, wenn es um einen Abschied der Lakaien ginge. Denn ich glaube so viel sind ihnen ihre Fans schon wert. Was man ja auch an den "Briefen" sieht, die Ernst/ Ernst u. Alexander hin und wieder an uns Fans richten.
Von daher glaube ich, dass wir schon noch etwas von den beiden erwarten können, sei es Solo oder als Lakaien.
By the way, auf das neue Helium Vola Werk bin ich sehr gespannt.
 
Ich kann zwar jetzt beim Amphi nicht mitreden, aber ich bin sicher, dass es so nicht zu Ende gehen wird. Hab kürzlich ein Interview vom letzten Jahr ausgegraben, in dem Ernst was zum Thema Alter und Weitermachen von sich gibt. Der Link zum Audio-File finden sich auf dieser Seite: http://www.musicmirror.net/interviews-archiv2.htm (man muss ein bisschen runterscrollen)

Kurz zusammengefasst: Solange ihm noch was einfällt, geht's auch weiter. Von daher mach ich mir eigentlich gar keine Sorgen 😀 Ansonsten geht's um Indicator und die Tour und einiges, was zur Inspirationsdiskussion, die wir in einem anderen Thread hatten, passt.

Also, schön, wenn die Melancholie so intensiv rüberkam, aber keine Sorge, die lassen uns schon nicht im Stich :x
 
dreamdancer schrieb:
Solange ihm noch was einfällt, geht's auch weiter.
Ja, das denke ich auch, und ich freue mich bereits so sehr auf das neue Helium Vola Album, habe vor einigen Wochen einen Beitrag über Helium Vola (inklv. Interview mit EH) in dem Magazin für Mittelalter und Musik gelesen, war sehr aufschlussreich.
 
Ich fand ebenfalls, dass dem Konzert eine leise Melancholie innewohnte, was ich aber mehr auf mich beziehe, da irgendwie klar war, dass es das letzte Indicator-Konzert war und dass alles Weitere in den Sternen steht. Außerdem habe ich mich so langsam daran gewöhnt, wenigstens einen der Herren in weniger als halbjährlichem Abstand musizierend zu erleben und das wird nun wohl erst mal abbrechen. Das finde ich ein bischen traurig =(( (hoffe aber auf Ernst und freue mich auf Helium Vola 😀 )
Ansonsten habe ich bei diesem Konzert jetzt ehrlichgesagt nicht eine "objektive" Melancholie festgestellt, die es explizit von den anderen Konzerten unterschieden hätte. Die Diskussion habe ich auch nicht mitbekommen und ich glaube, dass man da den Kniefall oä nicht überinterpretieren sollte. Das hat Herr Veljanov nun nicht zum ersten mal gemacht und ich glaube eher, dass man aufpassen muss, Dinge nicht beliebig auf irgendwas zu beziehen.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie - im wahrsten Wortsinn - sang und klanglos von der Bühne gehen werden. Allerdings schwingt auch bei mir, völlig unabhängig, eine kleine Sorge mit, dass es irgendwann vorbei ist, denn alles ist irgendwann vorbei und man weiß es halt nicht ... keine Ahnung, ob sie nach der nun folgenden Pause (die ich btw. von Herzen gönne und ebenfalls für wichtig erachte) erneut Kraft und Bock haben, sich wieder zusammen zu setzten oder erneut auf Tour zu gehen... ( :-ss )

Ed: Danke für den Link, dreamdancer. Ich hab mir grad das Interview angehört... das freut mich 🙂 ... (Ernst ist manchmal ein lustiger Typ ... schwarzes Altenheim 🙂) och menno ... also ich finde Alter, solange man authentisch ist, völlig belanglos.)
 
Da ich das mit dem verlinken nicht hin bekomme, hier noch einmal mein Beitrag aus dem anderen Tread....

Nun, ich habe mit meinem kleinen Aufsatz schlicht beschrieben was ICH "gesehen" und empfunden habe. Und auf mich wirkte Herr Veljanov noch NIE so Melancholisch wie bei diesem Konzert.
Und wenn Ernst und Alexander, wieso auch immer (dies ist reine Spekulation) von jetzt auf Heute Aufhören würden...

Klar wäre das tieftraurig.

Bei mir würde dies allerdings den aller tiefsten RESPEKT vor diesen beiden Künstlern erzeugen.
WER wäre wohl so mutig, im Fall der Fälle zu sagen, Danke, dass war´s....?

Melancholie kommt doch auf, wenn du dich auf einmal, nach über 20 Jahren "im Beruf" fragst, was du im Leben schon erreicht hast;

als Mensch,
"Künstler",
Ehepartner,
Elternteil,
usw...

Dann kommen die Fragen auf:

Kann ich das noch mehr steigern?
Noch Besser sein?

Und wenn nicht- Was kommt danach?
Aufhören, aussteigen weil es offenbar keine Steigerungsmöglichkeiten mehr gibt?

Ich habe daher allergrößten Respekt vor jedem, der dies auszudrücken versteht.
Eben weil diese Gedanken ein ganz schön harter Brocken sind.
Und daher Hochachtung vor Allen die, welche Konsequenz auch immer, daraus ziehen.

Denn sonst kommen tiefste Depressionen.
Und die sind echt Mies. - Ich weiß wovon ich schreibe.
Ein Schrecken, fast ohne Ende!

Doch ich möchte mit meinen im Text beschriebenen Empfindungen nichts herbei reden.
Und auch nicht spekulieren.

Sehen wir, was die Zukunft bringt.
Denn am Ende ist alles Poesie.

Dirk aka Colorwriter
 
Nun liebe Freunde, lasst das spekulieren sein und gönnt den Jungs einfach mal eine kreative Pause. Und sollten sich die wilden Spekulation hier (wider Erwarten) bewahrheiten und der worst case aka Vollrente wegen Alters einstellen, dann sei es den beiden Herren von Herzen gegönnt...in mein Herz jedenfalls haben sie genug Freude gelegt (wenngleich das nicht heißt, dass sich das nicht -- etwa bei einem Wohnzimmerkonzert -- steigern ließe). 🙂
 
Hallo, melancholisch? Mir kam der Herr V eher fast redselig vor, dazu wurden die Stücke frisch interpretiert, die üblichen Songs gespielt, zwei weniger wohl wegen der Erkältung, alles okay.
Okay, das letzte Mal Indicator-Tour-Musik. Aber sonst?
Ich konnte keinen Hinweis auf irgendeinen wie auch immer auch nur am Rande angedeuteten Abschied finden, absolut nicht. Ein nettes Konzert, hat Spaß gemacht, leider mit nicht 100%iger Stimme, aber was solls, ich fand die Stimmung schön. Und das Publikum auch nicht so "besonnen" wie in manchen Berichten dargestellt. Okay, im Vergleich zu Nitzer-Ebb-Fans waren die DL Fans doch eher - ehm - dröge 😉 Und okay, nach den Krupps würde wohl selbst das schnellste Lied der Lakaien "melancholisch" rüberkommen 😉
Auf gehts in die gewohnte kreative Pause 🙂
Und zwischendurch gibts ja die Nebenprojekte.
Alles wird gut 🙂
 
Meister Athanasius schrieb:
Nun liebe Freunde, lasst das spekulieren sein und gönnt den Jungs einfach mal eine kreative Pause. Und sollten sich die wilden Spekulation hier (wider Erwarten) bewahrheiten und der worst case aka Vollrente wegen Alters einstellen, dann sei es den beiden Herren von Herzen gegönnt...in mein Herz jedenfalls haben sie genug Freude gelegt (wenngleich das nicht heißt, dass sich das nicht -- etwa bei einem Wohnzimmerkonzert -- steigern ließe). 🙂

Dito - ganz Deiner Meinung!!!! 🙂
 
@ dreamdancer:
Vielen Dank für deinen Link 🙂 Vielleicht kenne ich das Interview schon - ach, ich werf soviel durcheinander.
Ich höre Ernst richtig gerne zu. Er könnte mich theoretisch zwölf Stunden zulabern und mir wäre es recht 😀
Aber hey - soll er sich nicht von außen sein Alter(sgefühl) vermiesen lassen; "Der nette Opi und Love me to the end" =))

Nach einer langen Tour sieht jeder mal alt aus, gell?
 
Danke für die zahlreichen Antworten auf meine Frage - ich war nur neugierig geworden, nachdem ich doch des Öfteren irgendwas von Aufhören und so gelesen hatte hier im Forum. Aber gut, dann bin ich ja beruhigt. Wäre auch komisch, sich einfach so zu verdünnisieren. Traue ich den Herren eigentlich auch nicht zu. Aber ne Pause haben sie sicher verdient, und wer weiß, was sie dann noch alles in petto haben für uns 😉
 
Colorwriter schrieb:
Dann kommen die Fragen auf:

Kann ich das noch mehr steigern?
Noch Besser sein?
Eine Steigerung ist immer möglich - der Künstler Veljanov besitzt meiner Ansicht nach so ein unglaubliches Potenzial und so eine wahnsinnig schöne Stimme. Ash hat hier irgendwo geschrieben, dass Herr Veljanov gerade an einem neuen Soloprojekt arbeitet. Ich wünsche mir als Fan, dass auf dem neuen Album Stücke wie "Dirt", "His Vita" etc. präsent sind, nur noch detaillierter, dynamischer, intensiver, eindringlicher, gelassener und gefühlvoller, also musikalisch anspruchsvoller, mit filigranen Piano- und Gitarrensoli und einem melodischen intro, und ich finde, die Stimme sollte nicht so sehr dominieren. Ich habe darüber nachgedacht, warum die Werke von Dream Theater und LaBrie auf mich eine nachhaltigere Wirkung ausüben, als die von Veljanov, und ich denke, dass es daran liegt, dass die DT - Kompositionen sich einer leichten Konsumierbarkeit entziehen, sie erfordern das erkennende Verstehen, nicht nur das natürliche ästhetische Verstehen "das gefällt mir und das nicht", sie lassen also stets die Reflexion aktiv werden und werden daher nie langweilig, weil sie sehr komplexe Strukturen aufweisen und mit zahlreichen Nuancen, einzigartigen Elementen angereichert sind, die man bei erneutem Hören des Stückes immer wieder entdeckt. Bleiben also nachhaltig im Gedächtnis, so wie die Stücke von Beethoven, Chopin, Prokofjew, Tschaikowski ..
Ich bin sehr dankbar für Porta Macedonia und freue mich auf das neue Album 🙂.
 
DianaS schrieb:
Ash hat hier irgendwo geschrieben, dass Herr Veljanov gerade an einem neuen Soloprojekt arbeitet.

ahem, das kann Ash so gar nicht geschrieben haben, denn woher sollte sie es wissen?
Es ist nur irgendwie logisch, dass der Künstler Veljanov mit seinen 46-48 Jahren 😉 nicht aufhören wird. Er selber hat des öfteren in Interviews gesagt, dass er weitermachen wird und nur noch nicht genau wisse, an welchem Punkt er anknüpfen möchte. Und das vielleicht nicht wieder 7 Jahre zwischen den Alben liegen sollten ... das heißt, er hat noch drei Jahre Zeit 😀
Aber ich bin überzeugt, dass jedes Veljanov Album ein Stimmalbum werden wird, und das meiner Meinung nach zu Recht. Er ist nun mal in erster Linie ein Sänger, Texter und Interpret, aber kein Komponist, der filigrane Pianopassagen schreiben kann.
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"Dann kommen die Fragen auf:

Kann ich das noch mehr steigern?
Noch Besser sein?"

@ colourwriter
eine flippige Antwort, wenn ich darf: In diesem Fall ist eine Steigerung möglich, denn der Herr Veljanov könnte ja noch mal ohne Grippe auf die Bühne 😛
Aber ein bisschen gebe ich dir Recht, denn ob sie sich im Lakaienkontext noch steigern können, weiß ich auch nicht. Ich würde mir vielleicht noch eine Platte von der musikalischen Perfektion der Indicator mit den stärker chiffrierten Texten von früher wünschen ... aber das bin nur ich - modern poetry, halt.
 
Tja, das leidige Thema, der Fan wünscht sich immer

MEHR, MEHR, MEHR

was zu verständlich ist.

Ebenso sind ja dann auch die Ansprüche, die der Künstler an sich richtet.

Wer da, ob eines solchen "Erfolgsdrucks" nicht melancholisch wird...?

Das war so in etwas dass WAS MIR während des Konzerts so durch Kopf, Bauch und Herz gedrungen ist...

Nun, ich freue mich schon auf kommende Alben und Projekte.
Wobei ich mir wünschen würde, dass Deine Lakaien eine andere Richtung einschlagen sollten.
Denn nach dem für mich famosen Werk INDICATOR liegt die Messlatte für weiteres in der ART
auf Schwindel erzeugender Höhe...

 
@Diana:
Ich finde, dass man Dinge nicht einfach so pauschal in die Waagschale schmeißen sollte. Dream Theater ist schlicht was komplett anderes und Dinge sind nicht notwendigerweise besser nur weil komplizierter und das hat auch nicht nur was mit "gefällt" und "gefällt nicht" zu tun. Um das mal platt auszudrücken: Ein Bild kann mit allen Farben gemalt werden und trotzdem scheiße sein, weil man das Wesentliche nicht mehr erkennt. Malewitschs "Schwarzes Quadrat" hingegen ist total simpel aber in seinem zeitlichen Kontext dennoch genial.

Ich verstehe diese ganzen Wünsche und die Idee der "Steigerung" überhaupt nicht. Da denk ich: macht es doch selbst, wenn ihr so genaue Vorstellungen habt, wie etwas sein soll... Wenn man Schöpferisches von anderen konsumiert, muss man schon nehmen, was kommt. Ich finde so ein Anspruchsdenken nicht gerechtfertigt.
Wenn etwas gut ist, muss es sich auch nicht notwendigerweise steigern. Etwas kann auch einfach "anders" auf gleichem Niveau sein.
 
tigress schrieb:
Ich verstehe diese ganzen Wünsche und die Idee der "Steigerung" überhaupt nicht. Da denk ich: macht es doch selbst, wenn ihr so genaue Vorstellungen habt, wie etwas sein soll... Wenn man Schöpferisches von anderen konsumiert, muss man schon nehmen, was kommt. Ich finde so ein Anspruchsdenken nicht gerechtfertigt.
Wenn etwas gut ist, muss es sich auch nicht notwendigerweise steigern. Etwas kann auch einfach "anders" auf gleichem Niveau sein.

Tolles Statement.

Das unterschreibe ich!

😛
 
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