Pandora, vielen Dank für den Bericht, du ersparst mir somit das Suchen nach den ganzen Details, die ich alle schon vergessen hatte 🙁
Ich kann auch nur nochmal sagen, wie überwältigt ich von dem ganzen Konzert war. ;😉 Die Akustik war klasse, sodass die Songs, obwohl sie im Grunde genauso wie schon bekannte Akustikaufnahmen klangen, nochmal ein ganz besonderes "Sahnehäubchen" aufgesetzt bekamen. Eben durch das "Dröhnen", das besonders in den Tiefen Lagen Alexanders Stimme und dem Klavier extra Ausdruck verliehen. Ich war beeindruckt, wie laut Ernst das Klavier manchmal gekriegt hat, dafür muss ja schon ein sehr kraftvoller Tastenanschlag vonnöten sein. Leider konnte ich nicht sehen, wie genau er das mit dem Präparieren gemacht hat. Er hat ständig mit den Gläsern/Flaschen und noch etwas anderem auf den Seiten herumhantiert und -probiert. Und während des Liedes immer mal was verschoben oder runtergenommen, weil es anscheinend doch nicht so klang, wie er sich das vorgestellt hatte B-) . Ansonsten waren seine Arme/Hände die meiste Zeit nur noch verschwommen zu erkennen, mit solch einer Geschwindigkeit haute er in die Tasten, wie vor knapp 15 Jahren. Darüber könnte ich immer wieder Bauklötze staunen. Aber anscheinend schien ihn das doch ziemlich geschafft zu haben, gegen Ende des Konzerts machte er den Eindruck, als würde er gleich umkippen... ich muss sagen, er tut mir leid, immerhin muss er das ganze morgen und übermorgen und die nächsten Tage nochmal "durchziehen"... aber ich denke doch, unser tobender Beifall hat dafür entschädigt 🙂 Er sorgte sogar dafür, dass sie noch eine dritte (unplanmäßige?) Zugabe gespielt haben.
Also, alle nach uns, strengt euch an! 😉
Achja, ich hatte vollkommen vergessen, Mirror Man zu erwähnen. Natürlich der beeindruckendste Titel des Sets. Während des furiosen Mittelteils ging das Licht aus und man sah nur noch schwach Ernsts Silhouette, die in einer atemberaubenden Geschwindigkeit mit dem Stock auf den Flügel einschlug und es hörte sich an wie zehn Naturkatastrophen zusammen. Ich frage mich, wie der Flügel aussieht, nachdem die Lakaien von der Bühne waren : P
Die beiden (für mich waren es ehrlichgesagt drei, weil ich A Fish called Prince nicht kannte) neuen Stücke waren auch ungewöhnlich melodisch und gefielen mir sehr gut. Eins davon war laut Alexanders Ansage Neil Gaiman (?) gewidmet oder so ähnlich.
Wie Pandora schon erwähnt hatte, haben sie öfters diskutiert, über die Songauswahl etc. Das Publikum lachte und klatschte (und einer rief "Lauter!") und Alexander gab immer einen "erklärenden" Kommentar dazu ab, z.B. "tja, das ist unter Amateuren so üblich" 🙂) (es wäre schön, wenn einige Amateure auch nur annähernd so gut wären).
Ansonsten quatschte er immer mal n bisschen über dies und das, Pandora hat das meiste ja schon gut wiedergegeben.
Wie immer stolzierte er gemächlich über die Bühne, zog den Mikroständer hinter sich her und ließ sich ab und zu auf dem barhocker nieder. Es schränkte aber das Mikrokabel seinen Bewegungsradius etwas ein ; D Gesungen hat er natürlich wieder perfekt, irgendwo hatte er ein paar kleine Textdreher drin und bei einem der neuen Lieder war eine ziemlich große Pause
drin, die da glaub ich nicht sein sollte (Text vergessen oder Einsatz verpasst, ich weiß es nicht...), aber wenn er nicht etwas komisch geguckt und irgendwas geflucht hätte, wäre es sicher niemandem aufgefallen. Das muss man ihm lassen, er schafft es immer, seine Textschwächen unauffällig zu verpacken 😛
Bei Second Sun, glaub ich, entfiel Ernst auch mal kurz der Anfang des Liedes. Oder vielleicht sollte es nur ein"Probieren-ob-und-wie-das-Klavier-noch-funktioniert"- Tastenspielchen sein, die kamen ja öfters vor.
So, das war alles, was mir noch in Erinnerung geblieben ist. Ich danke den Lakaien und den Tontechnikern des Aegis herzlich für diesen wunderbaren Abend und freue mich nun auf das Album! :ymhug: :x
(irgendwann werde ich vielleicht noch einen geordneteren/vollständigeren Konzertbericht schreiben... aber jetzt muss ich mich leider losreißen und auf meine Vermessungskundehausaufgaben konzentrieren... (-| )
...achja, Anhang, das Licht war auch sehr schön. Es gab ein bisschen Rauch von der Nebelmaschine, dadurch liefen drei breite Strahlen blauen Lichts, die die Frisuren der beiden Herren sehr lustig aussehen ließen und ab und zu wurden dezente Projektionen an die gestreifte Bühnenhinterwand geworfen.