So, jetzt folgt mein etwas lang geratener Bericht und im nächsten Post kommen die Setlist (danke an praskowitz!) und ein paar Fotos.
Deine Lakaien - 30.11.2009, Hannover
Abgesehen von der Schule fing mein Tag ganz gut an. Um 15.30 Uhr saß ich bereits im Zug Richtung Hannover - juhu! Die Fahrt an sich war weniger spannend... und es wurde langsam dunkel draußen.
Gegen 17.30 Uhr betrat ich den gefüllten Bahnhof und wollte mich gerade auf die Suche nach praskowitz begeben, da - schwupps - stand er schon vor mir. Nett, wenn man nicht das ganze Gleis absuchen muss 😉 praskowitz und ich hatten uns schon Monate vor dem Konzert per E-Mail bekakelt, da er ein Ticket übrig hatte. Nach einigem Zögern hatte ich dann das Angebot angenommen. Ich frage mich heute noch warum ich zögerte, denn ich hätte etwas Grandioses verpasst!
Bis etwa 18.30 Uhr schlugen wir die Zeit tot, indem wir etwas essen gingen und anschließend ein Café besuchten. Die Gesprächsthemen haben mich derart vom Hier und Jetzt weggerissen (u.a. mehr als zwanzig Jahre zurück *g*), dass ich das Konzert beinahe vergaß...
Schließlich standen praskowitz und ich vor dem Aegi, gesellten uns gleich zu pandora84, die einsam und verlassen vor den noch geschlossenen Türen stand - es war ja noch früh. Annemi und Tila kamen nur wenig später hinzu.
So gegen 20 Uhr öffneten sich die Pforten in den Vorraum. Wir waren für längere Zeit das einzige kleine Grüppchen, das auf die Öffnung des Foyers wartete (und wir verständigten uns mit Queeny per Zeichensprache für Bekloppte durch die Glastüren). Langsam aber sicher füllte sich dann der kleine Vorraum... die durch einen Bildschirm angezeigten, wechselnden Ankündigungen von Comedians, Musikern und anderen Unterhaltern grinsten uns dämlich entgegen (u.a. Hansi Hinterseer, Die Amigos,... nur vom Feinsten *würg*).
Eine halbe Stunde später durften wir endlich das Foyer betreten und sammelten uns vor dem Merch-Stand... klaro waren Dea und Queeny da, aber auch Silke und Juventa kamen hinzu. Die durch nette Unterhaltungen geprägte - andernfalls quälende - Wartezeit trennte uns noch vom Auftritt. Das Foyer platzte bald aus allen Nähten und - siehe da, der Beginn des Konzerts war bald zum Greifen nahe. Praskowitz und ich nahmen in der 3. Reihe platz. Ich war hin und weg, denn ich hätte keinen besseren Blick auf die Bühne erhaschen können. Der reine Frontal-Wahnsinn 😉 Lustigerweise nahmen pandora (2. Reihe) und Silke (1. Reihe) genau vor uns platz.
Und endlich kamen die Herren, um die sich der ganze Abend für das Publikum drehte, auf die Bühne. Muss ziemlich pünktlich um 21 Uhr gewesen sein - habe aber zugegeben nicht auf die Uhr geschaut.
Sie rissen uns einfach mit, die Lakaien. Alexander mit seinem nach wie vor wunderschönen Gesang und Ernst mit seinen ausgezeichneten Klavierkünsten. Die ersten beiden Stücke wurden leider durch das Kameraklicken von irgendwelchen Fotographen „versaut“ - Musiker und das Publikum in den ersten Reihen waren irritiert. Nach Mirror Men aber (Setliste folgt unten) toste der Saal, denn hier hatte sich der Meister am Flügel zum Finale hin die Seele aus dem Leib gespielt! Einige Lieder später sollte ein neues Stück glänzen. Zuerst gab es Missverständnisse zwischen den Musikern, da dieses Lied wahrscheinlich erst danach gespielt werden sollte. Das Publikum zumindest war sehr amüsiert und wurde prompt still, als die Premiere erklang. Meiner Meinung nach exzellent und mitreißender als das zweite neue Lied, welches später in einer Zugabe folgte. Ich bin nun noch gespannter auf das neue Album (und denke, den anderen Konzertbesuchern ging es nicht viel anders 😉 )! Cupid’s disease war eines der Stücke, das mir an diesem Abend besonders gefiel, denn Hits wie Love me to the end oder Down, down, down kannte ich bereits vom Acoustic-Album (live ist es trotzdem ein Erlebnis).
Nach Over and done gingen die Herren dann von der Bühne... ich war entsetzt, so schnell war die Zeit vergangen! Aber zum Glück wurden Zugaben gegeben. Besondere Schmankerl waren A fish called price, sowie Heart made to be mine. Hannover applaudierte sich die Hände wund und wollte nicht genug kriegen; ließ die Lakaien dann aber nach der dritten Zugabe gehen, da es merkte, wie erschöpft (und auch erleichtert) sie waren.
Ein aus meiner Sicht grandioses Zwei-Mann-Konzert, indem nichts gefehlt hat. Nicht einmal die Lichteffekte ließen zu Wünschen übrig! Hier wäre ein dickes Lob an die Techniker und Lichtmenschen angebracht 🙂 Wie oben schon erwähnt blieben spontane humoröse Beilagen auch nicht aus; zum Schluss des Konzerts hin verhedderte sich das Mirkofonkabel an einem Monitor und so spannte sich dieses irgendwann mit einem Ruck, sodass sich der Meister des Micstand-Schleppings-and-Tippings gezwungen sah, stehen zu bleiben.
Und so endete der Abend und wurde zur Nacht. Ein längerer Aufenthalt im Aegi blieb aus, da wir gegen 23.15 bzw. 23.30 Uhr rausgebeten wurden. So konnte ein Gruppenfoto leider nicht geschossen werden (habe mal selbstgeschossene angehängt). Annemi, Tila, praskowitz, Silke, pandora und ich blieben also noch ein wenig in der Kälte stehen und quatschten. Doch die Aufbruchsstimmung zerbröselte dann das nette Grüppchen, sodass praskowitz und ich die letzten vor dem Aegi waren (so ergab sich noch überraschenderweise die Möglichkeit, Ernst mit zwei Begleitern vorbeilaufen zu sehen *g*).
Ich wurde freundlicherweise zum Bahnhof begleitet und so verabschiedete ich mich dann auch von praskowitz. So begann eine verflucht lange Odyssee, die zur Folge hatte, dass ich 24 Stunden lang keinen Schlaf bekam und sich meine Husterei in eine ekelhafte Erkältung mit etwas Tempeatur ausbreitete. Aber das ist eine andere Geschichte ^^
Liebe Grüße, Brosze aka Ina