Ihr Lieben, das habe ich bis heute mal sammeln können. Einiges habe ich ja hier gefunden. Da ich aber alles zusammen kopiert habe, erspare ich mir die Dopplungen rauszunehmen
🙂
DPA:
Frankfurt am Main (dpa) Melancholisch-düstere Elektrosounds kombiniert mit klassischer Musik - beim Auftakt der Deutschlandtour des Duos Deine Lakaien trafen am Dienstagabend in der Frankfurter Alten Oper zwei Welten aufeinander: Die Orchestermusiker der Neuen Philharmonie Frankfurt und die Musiker Ernst Horn und Alexander Veljanov. Die beiden Männer bilden seit 1987 das Duo Deine Lakaien. «20 Jahre Electronic Avantgarde» feiern sie auf ihrer Jubiläumstournee, bei der sie nun erstmals mit Orchester auf der Bühne standen. Die rund 2000 Fans in der ausverkauften Alten Oper reagierten begeistert auf das Experiment.
Dunkle Klänge und poetisch-nachdenkliche Texte sind das Markenzeichen der Band, die seit ihrer Gründung immer wieder für Überraschungen gut war und sich nie auf einen Stil festlegen ließ. Viele ordnen Deine Lakaien der Gothic-Szene zu, andere nennen Wave, Pop und Folk als Stilrichtungen. Auch mit Depeche Mode, Nick Cave oder Einstürzende Neubauten werden sie verglichen.
Mit ihrer eigenwilligen Musik haben sie sich eine treue Fangemeinde geschaffen. Dass Deine Lakaien-Anhänger nicht auf leichte Unterhaltung aus sind, spürte man an den ernsten Mienen und dem andächtigen Zuhören. «Über all die Jahre hat sich herauskristallisiert, dass unsere Musik dem Publikum wichtig zu sein scheint, und nicht nur dann, wenn es darum geht, Zerstreuung und Unterhaltung zu suchen», schreiben Veljanov und Horn im Programmheft. Reine Zerstreuung ist auch schwierig mit Stücken, die voller Fragen, Zweifel und Ängsten sind. «In einem Albtraum leben», «Ich stelle mich wieder selbst in Frage», «Das Ende naht» sind typische Liedzeilen.
Musikalisch gönnen die ungleichen Akteure bei ihrem eigens zusammen erarbeiteten Jubiläumsprogramm dem Publikum weitgehend Entspannung. Das Orchester ergänzt und bereichert die Songs zu eingängigen Klängen, avantgardistische, schräge und befremdliche Töne werden wohl dosiert verabreicht. Teilweise nimmt das Orchester den Stücken sogar etwas von ihrer Schwere und sorgt für ungewohnte Leichtigkeit.
Ob konventionell oder experimentell, auf jeden Fall erweist sich die Musik von Deine Lakaien als hervorragend geeignet für das orchestrale Gewand. Die klassische Verstärkung erschien keineswegs als gewöhnungsbedürftig, sondern von Anfang an als selbstverständlich so selbstverständlich, dass man die Orchesterbegleitung fast vermisste, als Deine Lakaien die ersten Songs nach der Pause allein spielten. Entsprechend groß war der Jubel, als die Orchestermusiker auf die Bühne zurückkehrten.
Dirigiert wurde das Orchester, das auch schon mit Künstlern wie Bobby Mc Ferrin oder Ian Anderson von Jethro Tull seine Offenheit für Grenzüberschreitungen zeigte, nicht von seinem Leiter Ralph Philipp Ziegler, sondern von Horn. Der studierte Dirigent hatte als Tausendsassa das Geschehen abwechselnd und teilweise sogar gleichzeitig an Taktstock (Orchester), Tastaturen (Computerelektronik) und Tasten (Konzertflügel) souverän im Griff, während sein Partner mit seiner eindringlichen düsteren Stimme am Mikrofon begeisterte.
Songs von allen bisherigen acht Studioalben haben Deine Lakaien gemeinsam mit dem Orchester eigens für die Jubiläumstournee, die auch auf CD und DVD verewigt wird, neu arrangiert. Die andächtige Stille während des mehr als zweieinhalbstündigen Konzerts wurde am Ende der Stücke immer von frenetischem Jubel abgelöst. Weitere Stationen der Tour sind Hannover (14.2.), München (15.2.), Stuttgart (17.2.), Oberhausen (18.2.), Berlin (19.2.) und Leipzig (21.2.). (Internet:
www.deine-lakaien.com)
Konzert-Infos.de:
http://www.konzert-infos.de/konzertberi ... ktionID=25
Stage-Press.de:
http://www.stage-press.de/reportagen/la ... ausen.html
Westropolis.de:
http://www.westropolis.de/tina.halbersc ... 437/
WAZ.de (auch Print)
http://www.waz.de/waz/waz.onlinesuche.e ... r=1&other=
Leipziger Volkszeitung (auch Print):
http://live.lvz-online.de/content/konzertfotos.html
Seelendiebstahl.de:
http://www.seelendiebstahl.de/modules.p ... le&sid=431
Frankfurter Rundschau (auch Print):
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/ ... ecad28ce16
Frankfurter Neue Presse (auch Print):
http://www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=3511988
Rhein Zeitung (auch Print):
http://rhein-zeitung.de/on/07/02/14/mag ... ne&Lakaien
plus kurzer Vorbericht:
http://rhein-zeitung.de/on/07/02/01/mag ... ne&Lakaien
Süddeutsche Zeitung (kann man nur lesen als Abonent, hat aber jemand im Forum rauskopiert, hier also der Text
🙂Ich finde nur das Ende etwas daneben :-( Das ist und war einfach nicht so!!!
http://www.sueddeutsche.de/sz/2007-02-1 ... f6JM_vTgA/
Gelungenes Inferno
Der Beginn des Konzerts in der Philharmonie wirkte beinahe verhalten. Wird das wieder einer jener faden Klassik-Pop-Vermischungsversuche, bei welchen die Streicher in einem gefälligen Harmonie-Brei erstickt, die elektrischen Instrumente heruntergemischt und ihrer Durschlagskraft beraubt werden?
Doch schon mit dem Song "The Mirror Men" wischen Deine Lakaien und die Neue Philharmonie Frankfurt derart sanfte Anwandlungen hinfort. Wild schlägt Komponist und Arrangeur Ernst Horn, Lakai der ersten Stunde, mit Schlagzeugsticks auf die Saiten seines Flügels ein, und das Orchester folgt mit einem wahrhaft symphonischen Inferno, entfesseltem Schlagwerk und herrlich ungezügelten Blechbläsern. Was Horn den Lakaien-Fans zum 20-jährigen Bühnenjubiläum beschert, lässt einen sämtliche Crossover-Verbrechen der vergangenen Jahre vergessen. Er wagt das kompositorische Experiment, sucht einen Konsens zwischen elektronischen Beats, üppig brausenden Synthesizerclustern, seiner charakteristischen, archaischen Modalharmonik und der Klangästhetik der klassisch instrumentierten Neuen Musik. Das ist spannend, in seiner rhythmischen und klangfarblichen Vielfalt hochenergetisch aufgeladen und erinnert darin an vergleichbar ambitionierte Projekte, wie sie in den siebziger Jahren etwa Deep-Purple-Organist Jon Lord und der Komponist Eberhard Schoener auf die Bühne brachten.
Schade ist nur, dass Sänger Alexander Veljanov diese musikalische Ausdruckskraft scheinbar kalt lässt. Gewiss, sein pathetischer Hypnosegesang ist ein Markenzeichen der Band. Doch wenn selbst das apokalyptisch bis zum Äußersten crescendierende Aufbäumen des gewaltigen Instrumentenapparates am Gesangspart konsequent spurlos vorübergeht, geht das der Glaubwürdigkeit dieser grandios arrangierten Musik an die Substanz.
(Andreas Pernpeintner)
Bilder und Vorbeiricht bei Berlin-online.de:
http://www.berlinonline.de/musik-und-ko ... /index.php
und
http://www.berlin.de/foto/_bin/index.php
Musicmiorror.de / Reuters Fotografin:
http://www.musicmirror.de/reviewsarchiv175.htm
http://www.metal-district.de/live-beric ... 22007.html
Leipziger Volkszeitung:
Leipziger Volkszeitung vom 23.02.2007:
Betörender Pop-Appeal: Deine Lakaien mit Orchester im Gewandhaus
Ein großes Foto unter dem steht: Deine Lakaien im Gewandhaus: Sänger Alexander Veljanov mit charismatischer Präsenz,
im Hintergrund dirigiert Ernst Horn Neue Philharmonie Frankfurt
Der Gewandhauskapellmeister hätte seine Freude gehabt: der große Saal am Mittwochabend ausverkauft bis auf den
letzten Platz, die Besucher festlich gekleidet und von für das Haus traumhaftem Altersdurchschnitt. Auf der Bühne ein
ausgezeichneter Klangkörper, die Neue Philharmonie Frankfurt. Und er wäre verblüfft gewesen: Von Beginn an lag eine
ungeheure Konzentration im Raum - sowohl bei den Musikern, als auch im Auditorium. Atemlose Stille, die übliche
Räusperorgie blieb aus. Die Spannung entlädt sich in Beifallsstürmen.
Deine Lakaien, das Duo um Soundtüftler Ernst Horn und Sänger Alexander Veljanov, hat zur Geburtstagstour geladen
„20 Jahre electronic avantgarde“ zu feiern. Vor allem Ernst Horn belohnt sich mit der Erfüllung eines Traums: die Tournee
mit einem klassischen Orchester. Für ihn ist das kein Neuland; er war Kapellmeister an den Staatstheatern Oldenburg
und Karlsruhe, bevor er sich Mitte der 80er dem Experiment mit synthetisch erzeugten Sounds zuwandte. Quasi als
Gegenstück zur Elektronika steht die tiefe, eindringliche, schwer melancholische Stimme des Alexander Veljanov:
Obwohl nie auf irgendeine Strömung fixiert, fanden sie sich zu Beginn der 90er als Flaggschiff der damals expandierenden
Gothic-Szene wieder. Heute sind sie längst nicht mehr teil einer Jugendbewegung. Ihre Musik, die bei einem Höchstmaß
an Anspruch und Exzentrik immer auch betörender Pop-Appeal verströmt, ist jenseits des Mainstreampop Allgemeingut.
Es war also zu hoffen, dass Horn seine Stücke nicht einfach nach der bekannten „Classic meets Pop“-Manier mit dicken
Streicher-Flächen mehrheitstauglich glätten würde.
Tatsächlich behält er den prinzipiellen Hang zur Minimalistik bei, reizt dabei aber die gesamte instrumentale Bandbreite
eines Orchesters aus. Er selbst ist ständig unterwegs zwischen mehreren Synthies, seinem alten C64 (wirklich!) und einem
Flügel, meist mit einer Hand spielend, während die andere dirigiert. Dabei jagt er Musiker und Publikum durch ein rastloses
Auf und Ab an Dynamik und Klangdichte. Von wuchtiger Harmonie bis zur schrillen Dissonanz und völliger Atonalität reicht
die Palette. Verblüffend, wie Horn es schafft, die Rhythmik, die eigentlich das Herzstück elektronischer Pop-Musik ist und
dort natürlich digital generiert wird, zur Sache des gesamten Klangkörpers zu machen. Da müssen die Streicher mit
aggressivem Staccati die Drumloops ersetzen, macht Cellist B-Deutung sein Instrument zum Cajon; prügelt auch der Meister selbst schon mal mit einem Knüppel rhythmisch auf die Saiten des Flügels ein. Und natürlich schuftet das Orchesterschlag-werk im Akkord.
In der zweiten Zugabe ist dann sogar einmal die E-Gitarre von Robert Wilcocks zu hören. Sie steckte also
doch im Verstärker! Vielleicht hätte den mal jemand aufdrehen sollen. Vorn souverän Alexander Veljanov, stimmlich
stets auf der Höhe und mit betörend-charismatischer Präsenz, meist im innigen Pas de deux mit dem Mikrofonständer.
Standing Ovations am Ende, das Publikum ist überwältigt, Ernst Horn scheint es auch zu sein - bewegende Momente.
Classic meets Pop? Wenn überhaupt, dann trifft hier Neue U- auf Neue E-Musik. Der beste Weg, die Problematik
dieser Unterteilung aufzuzeigen. Es wäre wirklich interessant, dazu die Meinung des Gewandhaus-Kapellmeisters zu wissen.
Lars Schmidt
Zusatzinfo: Deine Lakaien spielen das Orchesterprogramm das nächste (und wahrscheinlich letzte Mal) am 21. Juli in der
Jungen Garde in Dresden.
Schwäbische Zeitung:
http://www.szon.de/news/musik/aktuell/2 ... ?_from=rss
Berlin-Online.de und Berlin.de:
http://www.berlinonline.de/musik-und-ko ... /index.php
http://www.berlin.de/foto/_bin/index.ph ... _der_arena
Rhein MainNet:
http://www.rhein-main.net/sixcms/detail.php/3510425
Darkmeeting.net:
http://www.darkmeeting.net/News-file-ar ... d-271.html
Stuttgart-Schwarz.de:
http://www.stuttgart-schwarz.de/index.p ... ema_id=108
alternativmusik.de:
http://www.alternativmusik.de/konzertbe ... ewandhaus/
Mediabiz:
http://www.mediabiz.de/newsvoll.afp?Nnr ... uid=m25670
Aalener Nachrichten:
http://www.szon.de/news/musik/aktuell/200702141370.html
Freie Presse:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/K ... 28686.html
Bloom.de:
http://www.bloom.de/articles/article_007331_php4.htm