Song-Interpretationen

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Ich kann in dem Beitrag von Chris, auf den Du hier antwortest, kein einziges Wort über "Von der Krankheit Mensch" entdecken.
Kannst Du Dich etwas näher erklären?
 
Verstehe ich auch nicht. Ziemlich zusammenhanglos. Erkläre das mal bitte...
 
Von der Krankheit Mensch.
Sollten Menschen mit einem solchen Einfluss, derartig in der öffendlichkeit stehen, eine solche Meinung vertreten? Ein Schlag ins Gesicht, ausgerechnet Alexander, der seine Wurzeln in einem Land hat in dem Kinder in Mülltonnen wühlen.....sollte nicht eine solche Ansicht vertreten.
Anamnese: Sex
Diagnose: Leben
Therapie: Tod
Das Leben ist eine durch Sex übertragbare Krankheit

??? *stutz* Es scheint, als sprichst Du von "Life is a sexuelly transmitted disease" Da dieser Song noch gar nicht hier besprochen wurde, verstehe ich den Zusammenhang nicht. Das ist aber nicht das einzige, das ich an Deiner Antwort nicht verstehe.

1. die derartig in der öffentlichkeit stehen ??? Sicher sind die Lakaien bekannter als noch vor 5 oder 10 Jahren, aber unter "solchem Einfluß" verstehe ich Robbie Williams oder Marilyn Manson oder meinetwegen auch Dieter Bohlen, die Millionen Leute vor die Fernseher oder in Stadien oder auch in Buchläden kriegen.
2. ausgerechnet Alexander, der seine Wurzeln in einem Land hat in dem Kinder in Mülltonnen wühlen Alexander lebt auch jetzt in einem Land, in dem Kinder (Erwachsene übrigens auch) in Armut leben. Oder glaubst Du, nur in Mazedonien gibt es Armut und Straßenkinder? Und was hat das mit dem Song zu tun?
3. Alexander...sollte nicht eine solche Ansicht vertreten. Naja, wenn mans genau nimmt, ist Alexander "nur" der Sänger. Im Booklet steht deutlich zum Song "Life is..." music & words by Ernst Horn. Ich glaube außerdem nicht, daß ein Songtext, der geschrieben wird, immer auch die Ansicht des Songwriters oder gar des Sängers ist.

Ich hoffe, Du fühlst Dich durch meine Reaktion auf Deine beiden Beiträge nicht angegriffen oder verschreckt oder so (ich kenn Dich ja noch nicht), aber würde gerne genauer von Dir erklärt bekommen, was Du meinst. Ich kann nämlich Deiner Kurzinterpreation so gar nicht folgen.

Viele Grüße von Chris
 
Da ich dir hiermit versuche, meinen Standpunkt zu erläutern, entfällt wohl deine Befürchtung, dass du mich verschreckt hast. Ich will also, deine Gegenpunkte zu meinen Ausführungen, versuchen zu verdeutlichen. Zu deiner Aussage, dass "Life is a..." noch nicht besprochen wurde: das ist wohl war, doch es wurde bereits angeschnitten (Reincarnation IV), wenn ich euren Ablauf durcheinander gebracht habe, dann entschuldige ich mich hiermit.
Was mich von allem am meisten stutzig macht ist: warum springt ihr sofort in die Verteidigungsposition? Ich bin ebenfalls Fan, der Musik, von Deine Lakaien, dennoch denke ich, dass ein Künstler, von der Kritik lebt, nicht vom Lob. Damit auch gleich zu deinem Punkt 2. Ich muss dir Recht geben. Ich habe Alexsander direkt in seiner Person angegriffen, was nicht wirklich im Zusammenhang mit dem Lied steht. Sorry!
Was die öffendlichkeit angeht: ich denke auf dem Niveau von Robbie Williams oder Dieter Bohlen, brauchen wir hier nicht zu sprechen, denn hier geht es schließlich um D.L.
Zu deinem Punkt 3. ich möchte dich nicht angreifen mit dieser Aussage, aber wenn es so wäre, (Alexsander ist nur der Sänger!) dann wäre das wirkllich ein Armutszeugnis für ihn. Schließlich wird er hinter den Dingen stehen, die er macht, oder sagt. Wo wir auch gleich bei meiner Erläuterung wären. Dieser Satz, den der Songtext aussagt, ist nicht neu. Er ist auch nicht ursprünglich von den Lakaien. Dieser Satz ist so, und auch ähnlich, bereits viele Jahrhunderte alt. Viele Philosophen haben ihn geprägt, von denen ich hier nur einen nennen möchte: Abdul Alhazred, einer der Schöpfer des Necronomicons. Von seinem Werk gibt es noch Bruchstücke im Museum von London! Egal, wie man es auch wendet, dieser besagte Satz, tauch ausschließlich nur bei Menschen auf, die "menschenverachtend" waren. Ich will den Lakaien nichts unterstellen, aber eigenartig finde ich das schon. Ich beschäftige mich nicht so sehr, viel mit den Hintergründen des Projektes D.L, aber in all den Jahren hat sich doch sehr deutlich herauskristallisiert, dass Ernst und Alexander bemüht sind, Provokationen zu vermeiden. Sie bewegen sich in einer relativ gleichmäßigen Bahn. Aus diesem Grund finde ich diese sehr harte Aussage des Songtextes, irgendwie unpassend. Vielleicht bin aber auch nur ich dieser Meinung? Das jedenfalls empfinde ich! Was die Hintergründe angeht: wenn ich zu diesem Song ein Interview nicht mitbekommen habe, in dem der Song erläutert wird, entschuldigt das!
Wenn ich falsch liege mit meiner Interpretation, dieses Textes, dann entschuldige ich mich hiermit in aller Form.
 
Zu deinem Punkt 3. ich möchte dich nicht angreifen mit dieser Aussage, aber wenn es so wäre, (Alexsander ist nur der Sänger!) dann wäre das wirkllich ein Armutszeugnis für ihn. Schließlich wird er hinter den Dingen stehen, die er macht, oder sagt.

Chris hat recht, der Text ist von Ernst Horn. Warum soll das für Veljanov ein Armutszeugnis sein? Alexander ist Interpret und singt einen Text, der für ihn geschrieben wurde- so what? Sicher wird er trotzdem hinter dem Text stehen, aber das gilt für viele Songs.

Der Satz "Life is a sexually transmitted disease" stammt aus einer Diskussionsrude zum Thema AIDS. Er wurde dort von einem HIV- Infizierten gebraucht - sicherlich als Provokation! Menschenverachtendes kann ich hier nicht erkennen, vielmehr fügt sich der Song thematisch in das White Lies- Album ein. Zudem halte ich viele Texte auch für Gedankenspielereien - oder denkst du wirklich, dass DL z.B. in "Prayer" ernsthaft vorschlagen, einen Menschen millionenfach zu klonen? Oder dass Alexander jedes mal, wenn er "Dark Star" singt, sterben will? Nein, ich denke nicht...
 
Ich denke Punkt 3. können wir abschließen, denn wiederlegen kannst du ihn mit deiner These auch nicht.
Was den Text "Life is a.." angeht: ich hatte geschrieben, wenn mir über diesen Text etwas entgangen ist, dann bitte ich das zu entschuldigen. Dennoch kein Grund, so aggresiv zu werden. Genau das meine ich mit eurer Verteidigungsfront! Ich habe lediglich darüber geschrieben, dass ich diesen Song, auf (was ich schilderte) beziehe. Meine Meinung, nichts weiter! Wie ich auch schon sagte: ich beschäftige mich nicht zu sehr mit D.L, was man in diesem Fall natürlich auch gegen mich verwenden kann. Ich hoffe, ihr dreht mir aus meiner Unwissenh»it keinen Strick. Ich denke, dass dieses Forum genau diesem Zweck dient: Gedankenaustausch und Information. Andere Menschen, andere Gedanken. Wie auch immer!
 
Gedankenaustausch und Information. Andere Menschen, andere Gedanken. ...

Genau meine Meinung 🙂 . Warum hast Du Dich eigentlich erst jetzt gemeldet? Sehe gerade, dass Du schon seit Juli letzten Jahres angemeldet bist. Zu dem Song: "Live is ... " kann ich aber auch nur soviel dazu sagen, dass das auf keinen Fall irgendwie menschenverachtend gemeint ist (wenn dann wird eher das Leben an sich ... kritisch beäugt) . Das sind, wie Legolas schon sagte, einfach Gedanken, die sich jeder Mensch macht (oder fast jeder) . Ich meine ... ich hab diesen Song auch immer ein wenig aus dem Gesichtspunkt gesehen:

Man ist total am Boden wegen irgendetwas ... man weiß nicht mehr was man im Leben will und man ist irgendwie im Moment stagniert. Man schaut in die Vergangenheit und nicht alle Erinnerungen sind so schön, wie man sie gerne haben möchte. ... Und dieser Song ... finde ich ... gibt dieses Gefühl gut wieder. So nach dem Motto:

- Warum sind wir eigentlich hier?

und

- Das Leben ist irgendwie sinn - leer

Natürlich alles unter dem Gesichtspunkt gesehen, dass man sich gerade nicht so gut fühlt.

Auri
 
Dann habe ich das wohl völlig falsch aufgefasst?
Das mit dem Zusammenhang (HIV Infizierter) habe ich nicht gewusst. Somit habe ich wieder etwas dazu gelern

Ich habe mich erst jetzt gemeldet, weil ich, wie schon gesagt, mich nicht so viel mit den Hintergründen beschäftige. Allerdings habe ich hin und wieder im Forum gelesen. Da ich die unterschiedlichen Interpretationen der Songs sehr interessant fand...habe ich mich auch mal zu Wort gemeldet. Ich muss eingestehen, dass ich das auf nicht sehr nette Art gemacht habe. (Wenn ich es so im nachhinein lese) Mit der Erklärung des Songs, von Legolas, sind meine Punkte ziemlich aus der Welt geräumt.
 
Hallo Eosinophilie!
Ich sehe die ganze Reincarnation- Serie eher als etwas zynischen Beitrag, nicht als etwas, woran die Lakaien selbst glauben.
"Life is..." kommt mir immer ein bißchen wie ein augenzwinkernder (d.h. durchaus nicht verächtlicher)Seitenhieb auf die Ultra- Pessimisten vor.

Auch ich kann bei den vorigen Antworten keine Aggressivität erkenne.
 
Ich denke, es ist mal ganz wichtig, festzuhalten, dass es hier nur um Interpretationen geht, nicht um "richtig" oder "falsch"... schließlich kann man den Lakaien ja auch nur vor den Kopf schauen. Wenn du Life is ... also provokant findest, dann ist das vollkommen legitim. Auf geht anderen Seite geht es natürlich nur um Songtexte, nicht um das ultimative Lebensbekenntnis der Lakaien...
 
hey, nettes thema 🙂
schade, dass die diskusion eingeschlafen zu sein scheint. aber mir doch egal...

hab zwar nich die ausdauer, mir alles durchzulesen (zumindest nich jetzt) aber ich denk, das geht auch so. zu life is... könnte nicht das leben selbst die krankheit sein... mit seinen irrwegen, täuschungen, schmerzen usw als symptomen... und durch sex auf andere, in diesem fall neugebohrene, übertragen werden?

gruss
 
Flowers of love

An anderer Stelle hier im Forum schrieb Herzmaschine, daß sich sicher ein Auseinandernehmen des Songs Flowers of love im Interpretationsthread lohnt. Na denn ma los! :angel:
Johannes schrieb zu Flowers of Love unter anderem: "Und gleich, welches Gefühl es war, man merkt, daß es so tief saß, daß der Erzähler im Grunde mit stirbt."

Die Passage, die ich selbst am bedrohlichsten finde und die mir am nächsten geht, ist bei der ersten Textzeile Forever, this song in seconds all gone. Der Sound baut sich auf zu einem "Höhenflug" und plötzlich - nichts! Einfach Leere... Dieser Song hat eine äußerst starke Gefühlsbeeinflussung auf mich, aber eigentlich ist er auch mir irgendwie rätselhaft.

Was sind Eure Gedanken und Gefühle dazu?

Viele Grüße von Chris
 
Re: Flowers of love

Also ich finde "Flowers of Love" vor allem äußerst bedrohlich. Der nachhallende Sound hat für mich den Charakter eines Albtraumes. Wenn ich den Song höre, stelle ich mir immer eine Beerdigung vor, die der Protagonist seltsam verzerrt, wie durch einen Schleier wahrnimmt. (Man kennt solche Szenen aus Horrorfilmen)
"Flowers of Love" hat sich mit dem häufigeren Hören mittlerweile zu einem meiner Lieblingsstücke entwickelt.

Zum Text kann ich mangels Kenntnis im Moment nichts sagen.
 
Re: Flowers of love

Der Song wirkt auch auf mich wie eine verzerrte Begräbnisszene. Es ist, als ob der Tod des besagten Menschen die bestehende Ordnung zerschlagen hat, das Licht ist einer grau-schwarzen Trübe gewichen.
An das vorherige Leben erinnert nur noch "the song", der sich wie ein Schatten aus der Vergangenheit leicht und ätherisch aus der Tiefe zum Himmel windet, um gleich wieder zu ersterben. Man spürt dabei das Verlangen des Erzählers, der schon rein akustischen und musikalisch klingt, als würde er aus einem tiefen dunklen Loch singen und vergebens versucht, sich an den Schatten der Vergangenheit, der sich gleich Nebelschwaden inmateriell auf ein entferntes, fahles Licht zu entschwebt, festzuklammern.
Eine Vermutung meinerseits ist hierbei, daß es sich bei dem Toten vielleicht um den Protagonisten selber handelt, der sein Begräbnis aus der dritten Person betrachtet und in diesem Moment der Sinnlosigkeit seines verblichenen Darseins gewahr wird und somit auch den ganzen Gestus der Beerdigung (Blumen, Leichenschmaus) nur als zynisch empfindet und dies lakonisch mit "Let's dance, let's celebrate" quittiert.
 
Re: Flowers of love

@ johannes: eine sehr interessante Interpretationsidee! Daß sich der Erzähler selbst bei seinem Begräbnis zusieht (vielleicht auch - wie Herzmaschine schreibt - in einer Art Albtraum) kann ich mir auch vorstellen.

Vielleicht ist "the song" das einzige, das den Protagonisten überdauert, das weiterlebt. Der Rest ist verschwunden und wird hinuntergelassen in die Erde. Vielleicht geht es um das, was zum Schluß übrigbleibt - die Bitterkeit, der Verlust, das viele Ungesagte.
Womit ich aber nicht weiterkomme, ist But let me tell you, there is no blood to be seen, there is no violence, not at all!. Violence kann man doch mit Gewalt, Verletzung, Unrecht oder Schändung übersetzen. Zwar halte ich den Textausschnitt für sehr zynisch und irgendwie bitter, kann mir aber auf diese Passage keinen Reim machen...

Chris
 
Re: Flowers of love

But let me tell you, there is no blood to be seen, there is no violence, not at all!. Violence kann man doch mit Gewalt, Verletzung, Unrecht oder Schändung übersetzen.

Ich glaube, dass "violence" hier direkt an das zuvor genannte "blood" anknüpft, also eher für das aus der Verletzung rinnende Blut steht.

Just my two cents.

Joy
 
Re: Flowers of love

There is no blood to be seen. There is no violence, not at all!

Dazu ist mir noch etwas eingefallen: Der Protagonist betrachtet den Toten und wundert sich, dass man ihm nichts von diesem "einschneidenden Ereignis" ansieht. Er sieht aus, als ob er nur schläft. Er hatte erwartet, dass eine derartige Katastrophe irgendwie sichtbar sein müsste, dass Blut und Verletzungen zu sehen sind (so wie uns das ja im Fernsehen immer dramatisch vorgeführt wird). Vielleicht ist das "in seconds all gone" auch der Hinweis auf einen plötzlichen Unfall-Tod, der zu dieser Annahme führte.

So - und jetzt versuche ich endlich das gleichnamige Oscar Wilde Gedicht aus der Poesie-Ecke zu lesen. Ich glaube allerdings nicht, dass es etwas mit dem Lied zu tun hat, oder?

Lysanthe
 
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